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Gesellschaft, Künstler und Kommunismus

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Bibliografische Daten

fullscreen: Gesellschaft, Künstler und Kommunismus

Monografie

Titel:
Gesellschaft, Künstler und Kommunismus
Umfang:
30 S.
Sammlung:
Bücher
Dokumenttyp:
Monografie
Signatur:
DADA I:105
Persistenter Identifier:
104865
Autor:
Herzfelde, Wieland
Erscheinungsort:
Berlin
Zürich
Verlag:
Malik-Verlag
Erscheinungsjahr:
1921
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]
Dimensionen (Quelle):
23,3 cm
Sprache:
Deutsch

Kapitel

Titel:
Gesellschaft, Künstler und Kommunismus
Sammlung:
Bücher
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Kapitel

Titel:
Teil III. Die Aufgaben des kommunistischen Künstlers in der bürgerlichen Gesellschaft
Sammlung:
Bücher
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Gesellschaft, Künstler und Kommunismus
  • Einband
  • Register
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis
  • Gesellschaft, Künstler und Kommunismus
  • I. Die Beziehungen zwischen Gesellschaft und Künstler
  • II. Der Weg des Künstlers zum Kommunismus
  • Teil III. Die Aufgaben des kommunistischen Künstlers in der bürgerlichen Gesellschaft
  • Teil IV. Der Künstler im kommunistischen Staat
  • Werbung

Volltext

21 
alten für Ergebnisse einer neuen Gesellschaftsordnung. Nicht 
aber gegen die Ursachen der alten und für die Geburt der neuen 
Ordnung. Sicher sind manche, welche sich mit diesen absoluten 
Problemen abquälen, sehr gute Genossen — doch ändert dies nichts 
daran, daß ihr berufliches Streben schädlich, wenn nicht wirkungs 
los sein muß, in ähnlichem Sinn wie das Tun von Genossen, die 
die Frage, „wie lebe ich als Kommunist in der bürgerlichen Ge 
sellschaft?“, beantworten: „indem ich sie meide oder so tue, als 
ob sie nicht da sei“ und folgerichtig eine Siedlung gründen. Die 
Künstlerkolonie Worpswede etwa ist ein Schulbeispiel dafür. Dort 
kann man sich Kommunisten ansehen wie Edelwild im Zoo, das 
Gitter bauen sie sich selber, und weh tun sie niemandem. Die 
Probleme, die sie naturnotwendig fruchtlos behandeln, sind viel 
leicht spruchreif, wenn der Kampf mit der Bourgeoisie, mit Kapital 
und Militarismus endgültig vorüber ist. Die Mittel im Kampf 
haben nichts zu tun mit seinen Früchten: Mittel zu sein für den 
Kommunismus, einzig das ist das Gebot der Gegenwart, Kommu 
nist sein zu wollen mitten im Kapitalismus, Kunst über den Klassen 
produzieren zu wollen, ist — wenn auch liebenswert-kindliche — 
Vermessenheit. Eine ganz andere Frage ist es, inwieweit die Kunst 
der Gegenwart Ansätze und Keime birgt, Nährboden ist für die 
Kunst der kommunistischen Proletariergemeinschaft. Diese Frage 
zu untersuchen ist jedoch nicht Aufgabe des kommunistischen 
Künstlers (das Grübeln müßte seine Phantasie zersetzen), sondern 
die des Kulturforschers. Ein Unterschied wie zwischen Mutter 
und Hebamme. „Proletkult“, das Embryo der kommenden klassen 
losen Kultur, hat noch kein Bewußtsein, kann also kein Programm 
usw. haben; untersucht kann lediglich werden, ob das Proletariat 
mit ihm schwanger geht, die Symptome können genannt und er 
kundet werden, man kann sich darüber streiten, was dem Proletariat 
nottut, damit sein Kindlein wächst und gesund zur Welt kommt. 
Der kommunistische Künstler aber kann dazu nichts anderes tun, 
als seine Kräfte ganz und rückhaltslos in den Dienst der revolutio 
nären Gegenwart zu stellen. Dann und nur dann dient er wahrhaft 
der Zukunft. 
Teil IV 
Der Künstler im kommunistischen Staat. 
Mit Eroberung der staatlichen Macht eines Landes durch das 
Proletariat ist eine der wichtigsten Voraussetzungen zur Ueber- 
windung des Bürgertums erfüllt: seihe antisoziale, privatkapitali-
	        

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