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1914-1916 (1914-1916)

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Nutzungslizenz

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Bibliografische Daten

fullscreen: 1914-1916 (1914-1916)

Zeitschrift

Titel:
Zeit-Echo
Sammlung:
Zeitschriften
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Signatur:
DADA III:38
Persistenter Identifier:
25352
Erscheinungsort:
München
Verlag:
Benteli A.-G.
Sprache:
Deutsch
ISSN:
0000-0000

Zeitschriftenband

Titel:
1914-1916
Sammlung:
Zeitschriften
Dokumenttyp:
Zeitschriftenband
Signatur:
DADA III:38:1-2
Persistenter Identifier:
197189
Autor:
Mann, Thomas
Bandzählung:
1914-1916
Erscheinungsort:
Zürich
Verlag:
Graphik-Verlag
Erscheinungsjahr:
1914-1916
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]
Sprache:
Deutsch

Kapitel

Titel:
2(1915/1916)
Sammlung:
Zeitschriften
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
Kapitel

Kapitel

Titel:
Heft 13
Sammlung:
Zeitschriften
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
Kapitel

Kapitel

Titel:
Kampagne in Frankreich
Sammlung:
Zeitschriften
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
Kapitel
Autor:
Leonhard, Rudolf

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Zeit-Echo
  • 1914-1916 (1914-1916)
  • Einband
  • Exlibris
  • Leerseite
  • 1(1914/1915)
  • 2(1915/1916)
  • Heft 1
  • Heft 2
  • Heft 3
  • Heft 4
  • Heft 5
  • Heft 6
  • Heft 7
  • Heft 8
  • Heft 9
  • Heft 10
  • Heft 11
  • Heft 12
  • Heft 13
  • Solneß-Ballade
  • Abbildung
  • Die drei Hauptströmungen der zeitgenössischen Literatur
  • Abbildung
  • Trostlied der bangen Regennacht
  • Kampagne in Frankreich
  • Abbildung
  • Glossen und Kritiken
  • Impressum
  • Heft 14
  • Heft 15
  • Leerseite
  • Einband

Volltext

202 
Kampagne in Frankreich 
O dieser Krieg der Anfang einer nenen Zeit ist, bleibt abzuwarten — um Jo 
mehr, als das große Reue, von den Gutgesinnten erkannt nud begrüßt» schon 
vorher nicht nur unterwegs war; daß er das Ende einer alten bedeutet, schien 
von Anfang au gewiß. Run, wir wollten nicht sagen können, daß wir dabei 
gewesen feien» aber wir drängten uns, dabei zu fein; schauend» mehr: mithandelud, 
noch mehr vielleicht: mitleidend. Dieses gelang uns ganz, zu handeln gab es 
nicht viel, und aus dem Schauen wurde garnichts, vom Gang der Zeit war 
uns nicht mehr als die Zußtapfeu unseres Vordermannes ?n sehn gegeben. So 
wollten wir uns» im Lazarett, zum Erleben jener Zeit fuhren lasten, in der 
begonnen haben mag, was heute zu Ende geht — oder» das ist dasselbe, auf 
seiner letzten Höhe kulminiert. 3m voraus ergriffen, öffneten wir die „Kampagne 
in Frankreich". 
Erst ergriff uns was wie Neid: wie behaglich scheint damals das Krieg 
fuhren gewesen zu sein! Fast dünkte es uns stilwidrig, wenn in diesen Blättern 
ein Toter über die Szene getragen wurde — ach, auch er nur einem Unglück 
zum Opfer gefallen —, und uns schien, mau habe damals lauter, einzelner, 
freundlicher gefchosteu. 
Aber das suchten wir ja nicht, sondern das Anschaun jeues Krieges; 
und wir lasen begierig Seite um Seite. Da zwang es uns, immer zu einem 
Satze zurückzugreifen: „Diese Reitermasteu machten zu der angenehmen Land 
schaft eine reiche Staffage; man hätte einen van der Meuleu gewünscht, um 
solchen Zug zu verewigen: alles war Hüter, munter, voller Zuversicht und helden 
haft." Rein, dieser war es nicht» wir nahmen ihn noch hin» er beschwingte uns 
noch; erst als wir den nächsten gelesen, begriffen und immer wieder» immer 
langsamer gelesen halten, verstanden wir auch jenes ersten Tücke. Den nächsten: 
„Einige Dörfer brannten zwar vor uns auf, allein der Rauch tut iu einem Kriegs- 
bilde auch nicht übel." 
Aber was ist denn das, diese Worte — dieser Ton? Der Krieg als De 
koration? Die Kanonade als Ohreufchmaus? Und nun, da wir verstanden, 
auch dieses: eine Reiterschar, gehetzte, zuversichtlich angespannte Menschen — 
als Staffage? 3st dies das Anschaun des Krieges?
	        

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