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Jahresbericht 1981 (1981)

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Bibliografische Daten

fullscreen: Jahresbericht 1981 (1981)

Zeitschrift

Titel:
Jahresbericht
Sammlung:
Zeitschriften
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Persistenter Identifier:
20416
Erscheinungsort:
Zürich
ISSN:
1013-6916

Zeitschriftenband

Titel:
Jahresbericht 1981
Sammlung:
Zeitschriften
Dokumenttyp:
Zeitschriftenband
Signatur:
Per 374 : 1981
Persistenter Identifier:
20416_1981
Bandzählung:
1981
Erscheinungsort:
Zürich
Verlag:
Zürcher Kunstgesellschaft
Erscheinungsjahr:
1982
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]
Sprache:
Deutsch

Kapitel

Titel:
Ausstellungen
Sammlung:
Zeitschriften
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Jahresbericht
  • Jahresbericht 1981 (1981)
  • Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis
  • [Jahresbericht]
  • Sammlung
  • Ausstellungen
  • Graphische Sammlung und Bibliothek
  • Restaurierung
  • Veranstaltungen
  • Veröffentlichungen
  • Kunsthausbesuch
  • Kunstgesellschaft
  • Direktion und Personal
  • Leerseite
  • Rechnung 1981
  • Leerseite
  • Abbildungsteil
  • Leerseite
  • Hinweis auf einige Neuerwerbungen

Volltext

Ausstellungen 
Hauptausstellungen 
Am 6. Januar schloss die in mancher Beziehung 
aussergewöhnliche Ausstellung «Kunstschätze aus 
China). Ein eigentlicher «run» während der Schluss- 
tage trug zum zahlenmässig besten Resultat in der 
Geschichte des Zürcher Kunsthauses bei. Nach 
Zürich ist die Ausstellung mit ähnlichem Erfolg in 
Berlin, Hildesheim, Köln und Brüssel gezeigt wor- 
den. 
Mit der Retrospektive des Schaffens von Verena 
Loewensberg fand die Tradition monographischer 
Ausstellungen konstruktiver Kunst eine Fortsetzung, 
welche durch die parallel gezeigten Zeichnungen 
von Käthe Kollwitz die zusätzliche Facette von 
«Frauenkunst) erfuhr. Mit 160 Bildern aus den 
Jahren 1935-1980 war erstmals die Voraussetzung 
gegeben, das Werk als eigenständigen Beitrag 
innerhalb der konkreten Kunst zu würdigen. Die 
Gliederung nach Werkgruppen machte sichtbar, wie 
sehr Verena Loewensbergs Formstrukturen und 
Farbsysteme wohl auf gesetzmässigen Grundlagen 
entwickelt sind, letztlich aber der freien Intuition der 
Künstlerin folgen. So regen ihre Bilder über alle for- 
mal-ästhetischen Probleme hinaus zum Nachdenken 
über das Verhältnis von Vorhandenem und Nicht- 
vorhandenem, Sichtbarem und Unsichtbarem, Rea- 
lem und Imaginärem an. In dieser undogmatischen 
Haltung, der ein Verzicht auf jede Theorie ent- 
spricht, mag sich ein spezifischer Aspekt von 
«Frauenkunst) verbergen. Anschliessend wurde die 
Ausstellung im Wilhelm-Hack-Museum Ludwigs- 
hafen präsentiert. 
In ähnlicher Weise machte die Vantongerloo-Retro- 
spektive deutlich, wie dem Spielraum konstruktiver 
Gestaltungsformen keine Grenzen gesetzt scheinen 
Zur Generation von Mondrian und van Doesburg 
gehörend, zählt der Belgier Georges Vantongerloo 
zu den Pionieren des Konstruktivismus und gilt als 
einflussreiches Mitglied der «de Stijh)-Bewegung wie 
der Künstlergruppe cabstraction-creation». Die in 
den USA 1980 und in Brüssel zum 150-Jahr-Jubi- 
läum Belgiens gezeigte Ausstellung wurde in Zürich 
in stark erweiterter Form aufgebaut. Vantongerloos 
Freund und Nachlassverwalter Max Bill hat die Re- 
trospektive nicht nur zusammengestellt und betreut, 
sondern im Kunsthaus in einer so inspirierten Weise 
eingerichtet, dass Vantongerloos Werk eine unge- 
ahnte Strahlkraft entfaltete. Zu den Bildern und Pla: 
stiken gesellte sich eine umfangreiche Dokumenta- 
tion, welche die künstlerische Produktion erhellte 
und sie in einen kunsttheoretischen und geistes- 
geschichtlichen Rahmen stellte, während der Kata: 
log als ein Werkverzeichnis 284 Nummern aus den 
Jahren 1917-1964 erfasste. Die Dokumentation 
belegte nicht nur Vantongerloos «Abstecher, in die 
Bereiche der angewandten Kunst, sondern vor al- 
lem auch seine Beschäftigung mit der Astrophysik, 
welche in den Plexiglas-Plastiken seines Spätwerks 
ihre faszinierende künstlerische Gestalt fand. 
Unter dem Titel «Mythos und Ritual in der Kunst deı 
siebziger Jahre») vertraten 15 Künstler verschie- 
denster Stilrichtungen und Ausdrucksmittel eine 
Strömung innerhalb der zeitgenössischen Kunst, die 
auf die Befragung und Fruchtbarmachung von Ver 
gangenheit und Geschichte abzielt. Das gemein- 
same in den Werken von Alice Aycock, Joseph 
Beuys, Claudio Costa, Michael Heizer, Dani 
Karavan, Nikolaus Lang, Richard Long, Dennis 
Oppenheim, Anne und Patrick Poirier, Klaus Rinke 
Arnulf Rainer, Charles Simonds, Michael Singer, 
Robert Smithson und Dorothee von Windheim 
zeigte sich darin, dass diese Künstler Historie nicht 
rekonstruieren, sondern aus mythischen und rituel 
len Formen alternative Modelle entwickeln, die im 
Gegensatz zur technischen Zivilisation stehen und 
als Fermente zukunftsgerichteter Vorstellungen 
x
	        

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