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Jahresbericht 1983 (1983)

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Bibliografische Daten

fullscreen: Jahresbericht 1983 (1983)

Zeitschrift

Titel:
Jahresbericht
Sammlung:
Zeitschriften
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Persistenter Identifier:
20416
Erscheinungsort:
Zürich
ISSN:
1013-6916

Zeitschriftenband

Titel:
Jahresbericht 1983
Sammlung:
Zeitschriften
Dokumenttyp:
Zeitschriftenband
Signatur:
Per 374 : 1983
Persistenter Identifier:
20416_1983
Bandzählung:
1983
Erscheinungsort:
Zürich
Verlag:
Zürcher Kunstgesellschaft
Erscheinungsjahr:
1984
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]
Sprache:
Deutsch

Kapitel

Titel:
[Jahresbericht]
Sammlung:
Zeitschriften
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Jahresbericht
  • Jahresbericht 1983 (1983)
  • Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis
  • [Jahresbericht]
  • Sammlung
  • Ausstellungen
  • Graphische Sammlung und Bibliothek
  • Restaurierung
  • Veranstaltungen
  • Veröffentlichungen
  • Leerseite
  • Kunsthausbesuch
  • Kunstgesellschaft
  • Direktion und Personal
  • Leerseite
  • Rechnung 1983
  • Abbildungsteil
  • Hinweis auf einige Neuerwerbungen

Volltext

Vor beinahe 10 Jahren leitete Rene Wehrli den 
Jahresbericht mit folgenden Sätzen ein: 
‚Das Kunsthaus war im Jahre 1974 in hohem Mass 
vom Glück begünstigt; wir sagen Glück, denn das 
Verhältnis von Glück und Verdienst hat zwar die 
Menschheit von früh an aufs lebhafteste beschäftigt 
ınd in Mythen, Bildern und Philosophien einen 
Niederschlag gefunden, ohne dass es über die Fest- 
stellung der Unberechenbarkeit des Glücks zu einer 
Lösung gekommen wäre. Wir jedenfalls sind uns 
ıicht bewusst, dass wir uns in weniger begünstig- 
:en Jahren weniger angestrengt hätten als im 
Zerichtsjahr. So werden wir guttun, das günstige 
Zesultat dieses Jahr mit Grazie (im italienischen 
Sinn) entgegenzunehmen, ohne mit Boethius in 
/orgreifende Klagen ‚de instabilitate fortunae‘ aus- 
zubrechen, aber auch ohne uns blenden zu lassen, 
das Bewusstsein bewahrend, dass man Einzelfälle 
ıicht als statistische Norm nehmen kann und darf. 
Nir werden also weiter unser möglichstes tun, auch 
nenn, was zu befürchten ist, magere Jahre nicht 
ausbleiben werden.) 
eher - Verunsicherung besteht, ist ohne Schwarz- 
malerei unschwer vorauszusehen, dass die kom- 
menden Monate und Jahre eine Reihe von Sorgen 
und Problemen mit sich bringen werden, unter 
denen Stichworte wie finanzielle Engpässe —- 
stagnierende respektive rückläufige Subventionen 
trotz anhaltend steigenden allgemeinen Kosten —- 
oder Altbausanierung dominante Rollen spielen 
werden. Wenn Rene Wehrli befürchtete, dass 
magere Jahre nicht ausbleiben werden, so schrieb 
er dies in einem Moment, da ein stolzer Erweite- 
rungsbau seiner Vollendung entgegenwuchs - 
heute müssen wir befürchten, dass dringende 
Sanierungsmassnahmen unserer zum Teil 65 Jahre 
alten Gebäude nur schlecht in die politisch-- 
finanzielle Grosswetterlage unserer Stadt passen. 
«Wir werden weiter unser möglichstes tun», danken 
allen, denen das Wohlergehen des Kunsthauses am 
Herzen liegt - Gönnern und Behörden, den Künst- 
lern und dem Publikum —-, und hoffen, dass auch in 
den kommenden Jahren das Kunsthaus vom Glück 
nicht verlassen werde. 
1974 brachte mit über 300 000 Besuchern für das 
<unsthaus ein zuvor nie erreichtes Jahresergebnis 
Das subtile «Gleichgewicht der Gefühle» des da- 
naligen Direktors mag uns heute nach zwei erfolg: 
reichen Jahren Vorbild sein, auch wenn die Ampli- 
tude der Empfindungen gerade jetzt möglicherweise 
n beiden Richtungen - derjenigen der Freude, der- 
‚enigen der besorgten Vorausschau - noch stärker 
ausschlägt: Freude darüber, dass in einem Jahr, in 
dem der Begriff Kulturkrise mehr und mehr herbei- 
Jeredet worden ist, das Kunsthaus keineswegs 
‘brutta figura» gemacht hat - Sorge, weil nach einer 
spürbaren Subventionskürzung der Gemeinderat der 
Stadt Zürich gegen Jahresende zudem eine Motion 
an den Stadtrat überwiesen hat, die letzteren ver- 
pflichtet, die Subventionsverträge mit den vier 
grossen zürcherischen Kunstinstituten innerhalb von 
zwei Jahren zu kündigen. Auch wenn zurzeit kein 
Anlass zu akuter - nein, nicht Panik, vielleicht
	        

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