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Jahresbericht 1984 (1984)

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Bibliografische Daten

fullscreen: Jahresbericht 1984 (1984)

Zeitschrift

Titel:
Jahresbericht
Sammlung:
Zeitschriften
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Persistenter Identifier:
20416
Erscheinungsort:
Zürich
ISSN:
1013-6916

Zeitschriftenband

Titel:
Jahresbericht 1984
Sammlung:
Zeitschriften
Dokumenttyp:
Zeitschriftenband
Signatur:
Per 374 : 1984
Persistenter Identifier:
20416_1984
Bandzählung:
1984
Erscheinungsort:
Zürich
Verlag:
Zürcher Kunstgesellschaft
Erscheinungsjahr:
1985
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]
Sprache:
Deutsch

Kapitel

Titel:
Sammlung
Sammlung:
Zeitschriften
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Jahresbericht
  • Jahresbericht 1984 (1984)
  • Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis
  • [Jahresbericht]
  • Sammlung
  • Ausstellungen
  • Graphische Sammlung und Bibliothek
  • Restaurierung
  • Veranstaltungen
  • Veröffentlichungen
  • Leerseite
  • Kunsthausbesuch
  • Kunstgesellschaft
  • Direktion und Personal
  • Leerseite
  • Rechnung 1984
  • Abbildungsteil
  • Hinweis auf einige Neuerwerbungen

Volltext

bewusst. Mit «La mise au tombeau des oiseaux et 
vapillons) aus der «heroischen Zeit von Dada 
Zürich, 1916/17, konnte nun in idealer Weise diese 
Lücke geschlossen werden, die in Anbetracht unse- 
res Sammlungskonzeptes, wonach Schwerpunkte zu 
verstärken sind, nicht Lücke bleiben durfte. Der Preis 
war hoch - nicht zuletzt auch infolge des für uns 
ungünstigen Dollarwechselkurses, galt es doch, 
diese Inkunabel aus der Neuen Welt an den Ort der 
=ntstehung zurückzuholen. Nur: Die Zahl der Reliefs 
von Arp, die in Zürich vor seiner Übersiedlung nach 
<öln 1920 entstanden sind, ist gering; und abge- 
sehen von zwei, drei Werken, deren Verbleib zur Zeit 
unbekannt ist, befinden sich alle in festen Händen. 
La mise au tombeau» für Zürich zu sichern - und 
notfalls auch in den kommenden Jahren erst end- 
gültig zu finanzieren -, hat die Sammlungskommis- 
sion beschlossen, bevor sie Kenntnis haben konnte 
von der grosszügigen Vergabung der Georges und 
Jenny Bloch-Stiftung, der es zu danken ist, dass der 
nur mündlich geäusserte Wille von Herrn Georges 
Bloch in so schöner Weise in Erfüllung gehen 
konnte. 
Da mit diesem Erwerb die Mittel des Sammlungs- 
fonds | gebunden waren, bestand die Gefahr, dass 
die in den letzten Jahren im Entstehen begriffene 
Gruppe grossformatiger Bilder jüngerer Künstler 
licht weiter ausgebaut werden konnte. Dass die 
Schweizerische Bankgesellschaft es uns ermöglicht 
nat, aus der Ausstellung Jörg Immendorff das Bild 
(‘Quadriga>, 1982, zu erwerben, bannte diese Gefahr 
des Stagnierens und wird uns auch in Zukunft —- zu- 
sammen mit den Ankäufen der Gruppe junge Kunst 
der Vereinigung Zürcher Kunstfreunde - ermuntern, 
die eigene Sammeltätigkeit eng an die aktuelle 
Xunstszene heranzuführen. 
Es war die Zielsetzung der im Erdgeschoss durchge- 
‘ührten Ausstellung Hugo Weber, diesen zu Unrecht 
aus dem Bewusstsein der kunstinteressierten 
Öffentlichkeit unseres Landes entschwundenen 
Künstler erneut zur Diskussion zu stellen und ihm 
den ihm gebührenden Rang als einen der führender 
Maler der Jahrhundertmitte zu sichern. Ein solches 
Ziel kann allerdings nur erreicht werden, wenn über 
die Ausstellungsdauer hinaus der Name des betref- 
fenden Künstlers wirksam bleibt, wenn sich Werke 
seiner Hand in öffentlichen Sammlungen befinden 
oder von Zeit zu Zeit im Kunsthandel auftauchen. 
Von den schweizerischen Museen besassen vor der 
Ausstellung einzig das Kunstmuseum Basel und das 
Kunsthaus Zürich je ein Bild, resp. eine Bronzeplastik 
von Hugo Weber; der Hauptteil des Nachlasses be- 
fand sich an überaus abgelegener Ort und Stelle im 
amerikanischen Bundesstaat Maine. 
Es ist heute mit grosser Genugtuung festzustellen, 
dass sich die Präsenz Hugo Webers in schweizeri- 
schen Sammlungen wesentlich verstärkt hat. Der 
Bund und die Stadt Zürich haben je ein Bild erwor- 
ben, 19 Werke sind in schweizerischen Privatbesitz 
übergegangen. In die Sammlung des Kunsthauses 
sind zwei Bilder gekommen, wovon eines als 
Geschenk von Frau Hulda Zumsteg. Frau Trudi 
Bruckner und Herr Willy Rotzler haben uns insge- 
samt 12 Zeichnungen und 2 druckgraphische Blätter 
geschenkt. Diese Werkgruppe erlaubt es, den eigen 
ständigen Beitrag Webers zur <action painting» der 
50er Jahre zu erfassen sowie aber auch seine 
Bestrebungen zur Geltung zu bringen, abstrakt- 
gestische Pinselschrift und dem Gegenstand, 
insbesondere mit dem Portrait und der menschli- 
chen Figur, zu verbinden. 
Die Liste der Ankäufe aus den beiden Sammlungs- 
fonds ist in diesem Jahr der reichen Ernte kurz und 
illustriert mit aller Deutlichkeit, wie sehr das 
Kunsthaus für den Ausbau der Sammlung auf die 
Mithilfe von Freunden und Mäzenen angewiesen ist 
Es ist uns deshalb ein grosses Anliegen, auch an 
dieser Stelle allen, die sich so tatkräftig für das 
Kunsthaus - und das heisst: für dessen Besucher! 
eingesetzt haben, nochmals unsere freudige Dank- 
barkeit zum Ausdruck zu bringen. 
-P
	        

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