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Jahresbericht 1985 (1985)

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Bibliografische Daten

fullscreen: Jahresbericht 1985 (1985)

Zeitschrift

Titel:
Jahresbericht
Sammlung:
Zeitschriften
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Persistenter Identifier:
20416
Erscheinungsort:
Zürich
ISSN:
1013-6916

Zeitschriftenband

Titel:
Jahresbericht 1985
Sammlung:
Zeitschriften
Dokumenttyp:
Zeitschriftenband
Signatur:
Per 374 : 1985
Persistenter Identifier:
20416_1985
Bandzählung:
1985
Erscheinungsort:
Zürich
Verlag:
Zürcher Kunstgesellschaft
Erscheinungsjahr:
1986
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]
Sprache:
Deutsch

Kapitel

Titel:
Ausstellungen
Sammlung:
Zeitschriften
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Jahresbericht
  • Jahresbericht 1985 (1985)
  • Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis
  • [Jahresbericht]
  • Sammlung
  • Ausstellungen
  • Graphische Sammlung und Bibliothek
  • Restaurierung
  • Veranstaltungen
  • Veröffentlichungen
  • Kunsthausbesuch
  • Kunstgesellschaft
  • Direktion und Personal
  • Leerseite
  • Rechnung 1985
  • Abbildungsteil
  • Hinweis auf einige Neuerwerbungen
  • Leerseite

Volltext

Ausstellungen 
Kontinuität in Themenwahl und Gestus belegten, von 
der den Gegenstand und vor allem Naturphänomene 
suchenden Malerei der fünfziger Jahre bis zu den 
spätfuturistischen Flaschenorgien und mit Kohlköpfen 
bestückten vehementen Trichter- und Lanzenbildern 
ausgewählte Beispiele der seit 1976 parallel zur plasti- 
schen Arbeit entstandenen grossen Bilder gezeigt. Kei- 
ne Retrospektive, sondern Werke als Werk im Me- 
dium der Ausstellung. Zentrum der Ausstellung war 
der Iglu, für Merz der absolute, in sich ruhende, 
schwebende Raum, den er als Träger seiner Material- 
und Schriftbotschaften einsetzt: z. B. den sowohl poli- 
tisch, strategisch wie energetisch zu verstehenden 
Satz des Generals Giap, poetische Anstandsbilder 
oder Evokation von Ezra Pound, aber auch eigene Sät- 
ze, oder eben Erde, Reisigbündel, Steine, Dachpappe, 
Kissen, Wachs, Metallnetze, Glas, oft dynamisiert 
durch die Zahlen der Fibonacci-Reihe oder durchbohrt 
von der Neonröhre, von der Lanze der Lichtenergie. 
Der Künstler als Künder eines möglichen Umgangs 
jenseits aller Ideologien mit der domestizierten Natur 
in einer postindustriellen, technisierten Gegenwart und 
Zukunft. 
Ausstellungen im grossen Ausstellungssaal 
Da die bereits im Dezember 1984 eröffnete Retrospek- 
tive Pierre Bonnard im letzten Jahresbericht einge- 
hend besprochen worden war, wird darauf verzichtet, 
an dieser Stelle noch einmal darauf zurückzukommen. 
Mario Merz 
Eine der grossen Entdeckungen Ende der sechziger 
Jahre waren die Iglus des Turiner Künstlers schweize- 
rischer Abstammung, Mario Merz (* 1925). In ihnen 
kulminierte der Hang einer ganzen Künstlergeneration, 
sich vom zweidimensionalen Bild zu lösen, die Bot- 
schaft der in sich ruhenden dreidimensionalen Raum- 
figur der Minimal Art aufzunehmen und die eben erst 
ausgewerteten neuen Dimensionen der Bewegung in 
der Kinetik auf statische skulpturale Objekte und Orte, 
die den Prozess der Entstehung und neue, <«povere,, 
arme Materialien einbeziehen, als Energiekonzentrate 
zu reduzieren. In den folgenden Jahren hat der No- 
made Mario Merz, allein oder im Verbund mit seinen 
(Arte povera>-Mitstreitern in Turin und Rom, stets ein- 
zeine dieser Iglus ausgestellt und sich mit den Gebil- 
den von chthonischer Eleganz als Künstler lateinischer 
Prägung neben den nordischen Herren durchgesetzt. 
Die Versuchung war gross, in der Reihe unserer Aus- 
stellungen zeitgenössischer Künstler, Mario Merz’ 
Werk als Ganzes zu zeigen, die Iglus im grossen Aus- 
stellungssaal, der zum Feld wurde, ohne Innenarchi- 
tektur, mit geöffneten Fenstern zum Dorf, zur Stadt, 
zur <«Cittä irreale) zu formieren. Und rund um dieses Der Brandanschlag auf das Rubens-Gemälde wenige 
Dorf wurden von den Frühwerken, die dreissig Jahre Stunden vor der offiziellen Eröffnung der Ausstellung 
Um dem langsamen Wachstum von Werk und Aus- 
stellung gerecht zu werden, sind drei Publikationen er 
schienen: vor der Eröffnung ein Band mit den Schrif- 
ten des Künstlers in der Originalsprache und in deut- 
scher Übersetzung, zur Eröffnung ein Band mit Inter- 
views, Angaben zum Künstler und mit, in Parallele zur 
Zeit des Aufbaus, einer unveröffentlichten Photoserie, 
die Mario Merz beim Einrichten eines Iglus zeigt. Nach 
der Eröffnung erschien dann ein Album mit dreizehn 
Farbaufnahmen über die Ausstellung als Werk. 
In
	        

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