Kunsthaus Zürich Logo
  • Erstes Bild
  • Vorheriges Bild
  • Nächstes Bild
  • Letztes Bild
  • Doppelseitenansicht
Wählen Sie mit der Maus den Bildbereich, den Sie teilen möchten.
Bitte wählen Sie aus, welche Information mit einem Klick auf den Link in die Zwischenablage kopiert werden soll:
  • Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild
  • Link zu einem IIIF Bildfragment

Jahresbericht 1986 (1986)

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

Der Status des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte für diesen Datensatz wurde nicht geprüft oder ist unklar. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die Organisation, die das Objekt zur Verfügung gestellt hat.

Bibliografische Daten

fullscreen: Jahresbericht 1986 (1986)

Zeitschrift

Titel:
Jahresbericht
Sammlung:
Zeitschriften
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Persistenter Identifier:
20416
Erscheinungsort:
Zürich
ISSN:
1013-6916

Zeitschriftenband

Titel:
Jahresbericht 1986
Sammlung:
Zeitschriften
Dokumenttyp:
Zeitschriftenband
Signatur:
Per 374 : 1986
Persistenter Identifier:
20416_1986
Bandzählung:
1986
Erscheinungsort:
Zürich
Verlag:
Zürcher Kunstgesellschaft
Erscheinungsjahr:
1987
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]
Sprache:
Deutsch

Kapitel

Titel:
Hinweise auf einige Neuerwerbungen
Sammlung:
Zeitschriften
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
Kapitel

Kapitel

Titel:
Zürcher Nelkenmeister "Enthauptung eines jugendlichen Heiligen"
Sammlung:
Zeitschriften
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Jahresbericht
  • Jahresbericht 1986 (1986)
  • Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis
  • [Vorwort des Präsidenten]
  • Sammlung
  • Ausstellungen
  • Graphische Sammlung
  • Bibliothek
  • Restaurierung
  • Veranstaltungen
  • Veröffentlichungen
  • Leerseite
  • Kunsthausbesuch
  • Kunstgesellschaft
  • Direktion und Personal
  • Leerseite
  • Rechnung 1986
  • Leerseite
  • Abbildungsteil
  • Hinweise auf einige Neuerwerbungen
  • Zürcher Nelkenmeister "Enthauptung eines jugendlichen Heiligen"
  • Peter Paul Rubens "Die Heilige Familie"
  • Paul Gauguin "Le bol blanc"
  • Constantin Brancusi - Photographien von Skulpturen und Atelier
  • Fonds für den Erwerb von Werken der geometrisch-konstruktiven Kunst
  • Jean Tinguely "Le cyclograveur", 1960
  • Zu den Zeichnungen und Aquarellen von Markus Raetz

Volltext

Hinweis auf einige 
Neuerwerbungen 
ZÜRCHER NELKENMEISTER 
‚ENTHAUPTUNG EINES JUGENDLICHEN 
HEILIGEN) 
Als vor zwei Jahren die Sammlung neu geordnet 
wurde, rückte der Nelkenmeister-Saal an ihren Beginn: 
von hier aus gelangt der Besucher zu den Gemälden 
der älteren niederländischen und italienischen Meister, 
oder er wendet sich zur nachreformatorischen Zür- 
cher und Schweizer Malerei jenseits der Treppe. Im 15. 
Jahrhundert entstand ein neues Verständnis des Bildes, 
das in seinen Grundzügen bis zu den künstlerischen 
Revolutionen nach 1900 unangefochten gültig blieb und 
auch heute noch als das «natürliche» erscheint. Die 
Idee, dass ein Bild gewissermassen dem Blick aus dem 
Fenster zu entsprechen habe, mit realistischer Abbil- 
dung natürlicher Gegenstände und zentralperspektivi- 
scher Raumentwicklung, wurde erstmals von van Eyck 
nd seinen Zeitgenossen verwirklicht und setzte in 
den künstlerischen Zentren, den Niederlanden und der 
Toskana, einen Massstab, hinter den kaum mehr 
zurückzugehen war. 
Anders lagen die Dinge in Deutschland und zumal im 
züdlicheren Bereich, der der Strahlkraft der Nieder- 
länder weniger direkt ausgesetzt war.! Hier gab es kein 
Zentrum wie Florenz oder Brügge, sondern die Kunst- 
tätigkeit war weit zerstreut in den meist bürgerlich 
Seherrschten, reichsunmittelbaren Städten; die ton- 
angebenden Auftraggeber waren weder die burgundi- 
schen Hochadligen noch die international tätigen Flo- 
rentiner Handelsherren, sondern lokal verwurzelte 
Handwerksmeister, Kaufleute und niedrige Adlige. Der 
Altar war allgemein die wichtigste künstlerische Auf- 
gabe; in Oberdeutschland aber stand in seinem Mittel- 
punkt meist ein Schrein mit geschnitzten Figuren, 
während die Malerei auf die Flügel beschränkt war.? 
Im Nelkenmeister-Saal deutet die Anordnung der vier 
grossen Tafeln des Michaelsaltars, die noch ihre orl- 
ginalen, fein differenzierten Rahmen besitzen, diesen 
Zusammenhang an: links steht zwischen den beiden 
Innenbildern die grosse Madonna aus dem Kreis des 
Gregor Erhart, rechts hängen die Aussenseiten mit 
dem Erzengel unmittelbar nebeneinander. 
Es versteht sich, dass sich unter solchen Gegeben- 
neiten die modernen Vorstellungen allerlei Anpassun- 
gen gefallen lassen mussten; das deutlichste Zeichen 
dafür ist der Goldgrund, der in Deutschland trotz dem 
aklatanten Widerspruch zum geforderten Realismus 
1och durch das ganze 15. Jahrhundert dominiert. Die 
>roblematik ergreift aber das ganze Bildgefüge, in dem 
sich zweierlei Logiken zur Geltung bringen wollen: die 
ältere gotische, die durch quasi abstrakte Liniengefüge 
in der Fläche wirkt und das Bild in das dekoraktive 
Ganze des Altars einbindet, und der neue Realismus, 
der das Einzelding in seiner Körperlichkeit und die Bild- 
welt in ihrer Tiefenerstreckung wiedergeben will.$ In 
den Werken von Konrad Witz, wohl der stärksten ober- 
deutschen Künstlerpersönlichkeit dieser Zeit, prallen 
die Gegensätze voll aufeinander: da ragt ein stofflich 
und plastisch unerhört intensiv vergegenwärtigter, vier- 
schrötiger Balken oder eine rohe Mauer aus dem Gold- 
grund, dort stehen untersetzt proportionierte, schwer 
gepanzerte Ritter auf abschüssigem Boden. Dass Witz 
die neue Raumform vor allem als Ausdruckswert ver- 
stand, zeigte er am deutlichsten in der perspektivisch 
sehr eigenwillig gestalteten Kammer seiner Verkündi- 
gung Mariae». 
Damit ist ein weiterer, vielleicht der zentrale Punkt 
dieser Kunstbemühungen genannt: die Suche nach 
Ausdruck. Ihm wird abbildungshafte Wahrscheinlichkeit 
hemmungslos nachgeordnet; besonders in den Mar- 
terszenen überbietet man sich an Krassheit der Aktio- 
ı1en und Hässlichkeit der Gesichter. Die Bayern haben 
darin zweifellos das Äusserste erreicht ebenso wie 
CC
	        

Downloads

Downloads

Ganzer Datensatz

ALTO TEI Volltext PDF
TOC
Mirador

Diese Seite

PDF Bild Vorschau Bild Klein Bild Mittel ALTO TEI Volltext Mirador

Bildfragment

Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild Link zu einem IIIF Bildfragment

Formate und Verlinkungen

Formate und Verlinkungen

Die Metadaten stehen in verschiedenen Formaten zur Verfügung. Außerdem gibt es Links zu externen Systemen.

Formate

METS METS (Gesamtwerk) MARC XML Dublin Core

Links

Nachweissystem DFG-Viewer Mirador

Zitieren

Zitieren

Folgende Zitierlinks stehen für das gesamte Werk oder die angezeigte Seite zur Verfügung:

Ganzer Datensatz

RIS

Diese Seite

Zitierempfehlung

Bitte das Zitat vor der Verwendung prüfen.

Werkzeuge zur Bildmanipulation

Werkzeuge nicht verfügbar

Bildausschnitt teilen

Wählen Sie mit der Maus den Bildbereich, den Sie teilen möchten.
Bitte wählen Sie aus, welche Information mit einem Klick auf den Link in die Zwischenablage kopiert werden soll:
  • Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild
  • Link zu einem IIIF Bildfragment

Kontakt

Haben Sie einen Fehler gefunden, eine Idee wie wir das Angebot noch weiter verbessern können oder eine sonstige Frage zu dieser Seite? Schreiben Sie uns und wir melden uns sehr gerne bei Ihnen zurück!

Wie viel ist 1 plus 2?:

Hiermit bestätige ich die Verwendung meiner persönlichen Daten im Rahmen der gestellten Anfrage.