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Jahresbericht 1998 (1998)

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Bibliografische Daten

fullscreen: Jahresbericht 1998 (1998)

Zeitschrift

Titel:
Jahresbericht
Sammlung:
Zeitschriften
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Persistenter Identifier:
20416
Erscheinungsort:
Zürich
ISSN:
1013-6916

Zeitschriftenband

Titel:
Jahresbericht 1998
Sammlung:
Zeitschriften
Dokumenttyp:
Zeitschriftenband
Signatur:
Per 374 : 1998
Persistenter Identifier:
20416_1998
Bandzählung:
1998
Erscheinungsort:
Zürich
Verlag:
Zürcher Kunstgesellschaft
Erscheinungsjahr:
1999
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]
Sprache:
Deutsch

Kapitel

Titel:
Hinweise auf einige Neuerwerbungen
Sammlung:
Zeitschriften
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
Kapitel

Kapitel

Titel:
Füsslis Prometheus
Sammlung:
Zeitschriften
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Jahresbericht
  • Jahresbericht 1998 (1998)
  • Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis
  • Vorwort des Präsidenten
  • Sammlung
  • Ausstellungen
  • Graphische Sammlung
  • Bibliothek
  • Resaturierung
  • Veranstaltungen
  • Veröffentlichungen
  • Kunsthausbesuch
  • Zürcher Kunstgesellschaft
  • Direktion und Personal
  • Leerseite
  • Rechnung
  • Abbildungsteil
  • Hinweise auf einige Neuerwerbungen
  • Füsslis Prometheus
  • Albert Ankers Kappeler Milchsuppe - ein Demokratisches Historienbild
  • Henri Matisse, Nature morte: buffet et table
  • Max Ernst, Majola-Steine
  • 27 Bücher mit Zeichnungen von Alberto Giacometti
  • Sigmar Polke - Medien-Alchemie
  • Brunde Nauman - Räume der Selbsterfahrung
  • Ankäufe aus der Ausstellung "Freie Sicht aufs Mittelmeer"

Volltext

HINWEISE AUF 
EINIGE NEUERWERBUNGEN 
FÜSSLIS PROMETHEUS 
Die erstaunliche Steigerung, die die Bestände des Füssli- 
Saales in den letzten Jahren erfahren haben,! beruht 
einerseits auf der hervorragenden künstlerischen Qua- 
lität der Neuzugänge, andererseits aber in der Verdich- 
tung des inhaltlichen Interesses: ein Pantheon von 
Figuren hat sich hier zusammengefunden, in denen die 
grossen Ideen und Probleme des epochalen Umbruchs 
um 1800 in symbolischen Gestalten sichtbar werden. 
Die politischen Fragen, der Übergang vom monarchi- 
schen Gottesgnadentum zum republikanischen contrat 
social, treten in Figuren wie dem Brutus oder den drei 
schwörenden Eidgenossen ins Bild; der weltanschauliche 
Umbruch in Verlust und Neuorientierung christlicher 
Heilsgewissheit im Mythos von Amor und Psyche. Zu 
den grossen Symbolfiguren der Epoche, spezieller des 
Sturm und Drang, gehört auch Prometheus, der «Vor- 
Denker», wie sein Name sagt, der Hersteller und Helfer 
der Menschen, der nun dank dem Geschenk von Herrn 
Zumsteg hier Einzug hält. 
Die früheste Kunde von diesem «Ur-Menschen» gibt 
uns Hesiod in seiner um 700 entstandenen 7heogonte, 
dem grossen Gedicht vom Werden des Alls, der Götter 
und ihrer Generationenfolge von Uranos über Kronos 
bis Zeus. Dieser böothische Hirte, der älteste griechische 
Dichter nach dem sagenhaften Homer, muss von der 
Idee der unaufhaltsamen Veränderung der allgemeinen 
Zustände zum Schlechteren erfüllt gewesen sein. In 
seinem anderen langen Versgebilde Werke und Tage schil- 
dert er die Verrohung und das Bösartigwerden der Men- 
schen vom Goldenen über das Silberne und Eherne bis 
zu dem damals ausbrechenden eisernen Zeitalter. In 
beiden Dichtungen tritt der zwar aus dem Geschlecht 
der Titanen stammende, aber vielmehr als Prototyp des 
fortschrittsorientierten Homo faber erscheinende Pro- 
metheus auf. Aus Ton bildet er nach dem Vorbild der 
Götter die Menschen; durch einen Betrug, der Zeus nur 
Fett und Knochen der Opfertiere lässt, erleichtert er ihr 
Leben. Als ihnen der Göttervater zur Strafe das Feuer 
entzieht, raubt er es ihnen zurück; Athene und dem 
Schmiedegott Hephaistos entwendet er ihre Kunstfertig- 
keit: so erscheint er als alter Handwerkergott und wurde 
entsprechend in Athen verehrt und anlässlich seines 
jährlichen Festes mit einem Feuer-Stafettenlauf gefeiert. 
Doch damit hatte er das Mass der zulässigen Freiheiten 
überschritten und wurde auf Zeus’ Geheiss von Hephai- 
stos an den Kaukasus gekettet. Jeden Morgen kommt 
sin Adler und frisst von seiner Leber, die über Nacht 
wieder nachwächst. Erst nach vielen Jahrhunderten 
sollte Herakles des Weges kommen, den Vogel erlegen 
und den Titanen befreien. 
Gleicht Prometheus durch die Art und Vielfalt seines 
Tuns und Leidens mehr als andere Götter den Men- 
schen, so ist auch die Weiterentwicklung der Interpreta- 
tion und Wertung seines Mythos ungewöhnlich reich- 
haltig und widersprüchlich. Gilt er Hesiod durch seinen 
Opferbetrug als der Verursacher des gerechten Zorns der 
Götter und damit aller das Menschengeschlecht tref- 
fenden Übel, stellt ihn Aischylos zwei Jahrhunderte 
später als dessen grossen Wohltäter dar, der ihm die 
Gaben der Kultur lehrt und die willkürliche und unge- 
rechte Strafe in ungebeugtem Stolz standhaft erleidet. 
Bei Plato? entfällt diese tragische Dimension; Prome- 
theus gleicht nur die Hilflosigkeit des Menschen aus, die 
Epimetheus durch seine ungeschickte Verteilung der 
Gaben unter die Kreaturen verursacht hatte. Im späteren 
Platonismus wurden entsprechend der rationalistischen 
Uminterpretierung der Göttergeschichten die Taten des 
Prometheus allegorisch aufgefasst, der Feuerraub ins- 
besondere als Übertragung der Vernunft auf den Men- 
schen.* 
Der Kontrast zwischen der positiven und der nega- 
tiven Deutung des Titanen lebte im Humanismus der 
Renaissance wieder auf: für Boccaccio und die Floren-
	        

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