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Jahresbericht 2005 (2005)

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Bibliographic data

fullscreen: Jahresbericht 2005 (2005)

Periodical

Title:
Jahresbericht
Collection:
Journals
Document type:
Periodical
Persistent identifier:
20416
Place of publication:
Zürich
ISSN:
1013-6916

Periodical volume

Title:
Jahresbericht 2005
Collection:
Journals
Document type:
Periodical volume
Shelfmark:
Per 374 : 2005
Persistent identifier:
20416_2005
Volume count:
2005
Place of publication:
Zürich
Publisher:
Zürcher Kunstgesellschaft
Year of publication:
2006
Edition:
[Electronic ed.]
Language:
German

Chapter

Title:
Ausstellungen
Collection:
Journals
Document type:
Periodical
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Jahresbericht
  • Jahresbericht 2005 (2005)
  • Book cover
  • Front paste down
  • Title page
  • Contents
  • Vorwort des Präsidenten
  • Sammlung
  • Ausstellungen
  • Grafische Sammlung
  • Bibliothek
  • Restaurierung
  • Veranstaltungen
  • Veröffentlichungen
  • Kunsthausbesuch
  • Zürcher Kunstgesellschaft
  • Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
  • Rechnung
  • Blank page
  • Part of figure
  • Nachrufe
  • Ein Rückblick auf vierzig Jahre Restaurierung im Kunsthaus - Irrtümer und Erkenntnisse
  • Hinweise auf einige Neuerwerbungen
  • Imprint
  • Blank page

Full text

19 
wir auch eine Fotoserie, in dem Augenblick entstanden 
ist, als der Künstler den kostbaren Farbstoff auf das 
Tuch ausbreitete. Diese mythische Farbe, die aus der 
Drüse der seltenen Purpurschneck e stammt und die 
einst 3 00-mal teurer als Gold war. Die Ausstellung 
wurde unterstützt von Swiss Re, P artner für zeitgenös- 
sische Kuns t. 
BC 
The Art of the Archiv e. F otografien 
aus dem Archiv des Los Angeles Police Department 
Miros lav Tichý 
Der kurze Sommertermin im Grossen Saal war der 
Fotografie gewidmet. Gl eich zwei Ausstellungen boten, 
Rücken an Rücken sozusagen und in be iden Fällen als 
Weltpremiere, eine rekontextualisierende Übersicht über 
zwei ausserhalb der Ge filde kanonischer Kunst ent- 
standene fotografische Werkblöcke. Zum einen handel- 
te es sich um eine Auswahl von rund hundert Fotogra- 
fien aus dem Archiv des Los Angeles Police Department. 
Sie zeigte, wie jede Fotografie, nicht anders als ein 
Wort, im Lauf der Zeit die Bedeutung verändern kann. 
Fotografien werden in neuen Zus amme nhängen 
betrachte t , und sie gewinnen einen neuen Gebrauch 
und damit neuen Sinn – von der Dokume ntation zur 
Kompos i tion, vom Beweismittel zum Werk. Dieser 
Effekt ist bei den F o tografien aus dem Archiv des Los 
Angeles Police Department besonders evident, da die 
Fotos eine der am stärksten mediatisierten Städte der 
Welt zeigen und dass im bildbewussten Los Angeles 
auch die im Dienst der Po lizei tätigen Fotografen auf 
das professionelle und äs thetische Niv eau ihrer Bilde r 
grossen Wert l egten. Die Ausstellung verstand sich 
mithin dur chaus auch als kritische Befragung gän- 
giger M einungen über den Unterschied von Dok umen- 
tation und K uns tfo tografie. Denn die Äs thetik der Poli- 
zeifotografie war im zwanzigs ten J ahrhundert oft 
prägend für Fotografen und Künstler, sei es im Surrea- 
lis mus (Brassaï, Boiffard, Bell mer, Man Ray) oder in 
der konzep tuellen, künstlerischen Fotografie der 60er 
und 70er Jahre. 
Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit 
fototeka, The City of Los Angeles und dem Los Angeles 
Po lice Department. 
Miroslav Tichý 
Mit Kame ras, die er sich aus Konservendosen, Brillen- 
gläsern, WC-Rollen und Zigarrenkisten mit viel 
Ge schic k und F ant asie selbst gebastelt hatte, schos s 
Miroslav Tichý (geboren 1926 in Mähren) in den Neun- 
zehnsiebziger und ac htziger Jahren jeden Tag über 
hundert Bilder. Tichý begleitete mit se inen Ka meras 
den Tagesablauf des weiblichen Teils der Bevölkerung 
seiner Stadt, schos s unbemerkt in Sekunde nschnell e 
aus der Hüfte und liess den seltsamen Appara t gleich 
wieder ve rschwinden. Das Resultat solcher Streifzüge 
sind Aufnahmen von Frauen auf dem Markt, im 
Schwimmbad, bei der Arbeit, in Lokalen, auf der Stras - 
se und auf öffentlichen Plätzen. Sogleich fallen die 
subtil en bis skurrilen Beleuchtungseffekte auf; die nur 
knapp noch lesbaren A us schnitte, paradoxe Bildwin- 
kel, eine grenzenlose, aber immer kontrollierte Spon- 
taneität. Die Aufnahmen wurden von sucherl ose n 
Kamera s gemacht, und Tichý ignorierte systematisch 
die Prinzi pien fotografischer Könne rschaft. Den 
Gestaltungsprozess v erlagerte er weitgehend in die 
Dunk elka mmer und in die P os tpr oduktion. «Was der 
Welt ähnlich war, habe ich belichtet», ist sein vielsa- 
gender Komme ntar dazu. Doch auch die Vergrösse- 
rungen sind noch Rohmaterial zweiter Stufe , und erst 
aus den für wirklich gut Befundene n ents tand ein gül- 
tiges Bild: mit von Hand bearbeiteter Oberfläche und 
einem nach Mass gefe r tigten, individ ue ll zuges c hnit- 
tenen und bemalten Passepartout aus Karton. Der 
Bruch aller Regel n technischer Korre ktheit, das 
bewusste Sic htbarmachen fotochemischer Prozesse, 
die Ver w endung primitivster Gerätschaften, das 
expressive R etuschier en, die manuelle oder gar 
mechanische Be ar beitung und grafische Überarbei- 
tung der O berflächen der Abzüge, die Behandlung von 
F otografien als plastische Objekte – das erinnert an 
und überbietet zugl eich manche Me thoden, mit denen denen
	        

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