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Jahresbericht 2005 (2005)

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Bibliografische Daten

fullscreen: Jahresbericht 2005 (2005)

Zeitschrift

Titel:
Jahresbericht
Sammlung:
Zeitschriften
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Persistenter Identifier:
20416
Erscheinungsort:
Zürich
ISSN:
1013-6916

Zeitschriftenband

Titel:
Jahresbericht 2005
Sammlung:
Zeitschriften
Dokumenttyp:
Zeitschriftenband
Signatur:
Per 374 : 2005
Persistenter Identifier:
20416_2005
Bandzählung:
2005
Erscheinungsort:
Zürich
Verlag:
Zürcher Kunstgesellschaft
Erscheinungsjahr:
2006
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]
Sprache:
Deutsch

Kapitel

Titel:
Ein Rückblick auf vierzig Jahre Restaurierung im Kunsthaus - Irrtümer und Erkenntnisse
Sammlung:
Zeitschriften
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Jahresbericht
  • Jahresbericht 2005 (2005)
  • Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis
  • Vorwort des Präsidenten
  • Sammlung
  • Ausstellungen
  • Grafische Sammlung
  • Bibliothek
  • Restaurierung
  • Veranstaltungen
  • Veröffentlichungen
  • Kunsthausbesuch
  • Zürcher Kunstgesellschaft
  • Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
  • Rechnung
  • Leerseite
  • Abbildungsteil
  • Nachrufe
  • Ein Rückblick auf vierzig Jahre Restaurierung im Kunsthaus - Irrtümer und Erkenntnisse
  • Hinweise auf einige Neuerwerbungen
  • Impressum
  • Leerseite

Volltext

93 
Bei Alfr ed Sisleys «La route» war das Rosa in der 
Strasse a usgeblichen und verlangte nach einer Stüt- 
zung. Neben der Ausbleichung der hellen Partien sind 
jedoch die dunkeln Partien, besonders der dunkle 
Hauf en vor dem Schreitenden, stark nachgedunkelt, 
so dass jener durch sein optisches Gewicht noch vor 
die Baumgrupp e links an die vorderste Stelle des 
Gemäldes trat und den Bildraum massiv beeinträch- 
tigte. Hier reichte es nicht, dies en dunkeln Haufe n zu 
mattieren, wir  haben ihn deshalb zusätzlich mit Zink- 
weiss um eine Stufe aufgehellt, damit er sich etwas 
besser in den Raum einf ügt. 
Das Ausbleichen der hellen und das Nachdunkeln 
der von sich aus schon dunkeln F arben treten bei sehr 
vielen Gemä lden auf, welches durch Abnehme n der 
P atina bei sogenannten Reinigungen oder im Zuge von 
Firnisabnahmen nochmal s verschärft wird. Sol che 
Summierungen von Auseinanderalterungen und miss- 
verstandenen «Restaurierungen» beeinträchtigen oft 
die W ertschätzung von Gemälden von Sisley und Pis- 
sarro, aber auch von Renoir beträchtlich. 
Die Patina 
Im Zus amme nhang mit der nicht gefirnissten O berflä- 
che stellt sich die Frage nach der Patina, der früh in die 
F arbschic ht eingebundenen leichten «V erschmut- 
zungen» , die den Nachweis liefert, dass der Künstler 
sein Gemälde ohne Firnis k onzipiert hat. Bei gefi r- 
nissten Gemälden bildet sich erst auf dem Firnis eine 
P atina, eine l eichte «V ers c hmutzung». Eines Tages 
brachte mir Lionel Pissarro eine Seine-Landschaft 
se ines Urgrossvaters zur R es taurierung, in dem die 
Raumperspektive völlig gestört war. Das Bild trug 
einen frischen Kuns tharzf irnis, den ich entf ernte. Das 
Gemälde sah dann in den hell en Partien stark fleckig 
aus, weil es früher unregelmässig ger einigt wur de. 
Einzelne Stellen waren blank   herausgescheuert, wäh- 
rend andere durch die grauen, originalen Patinaresten 
– «V e rschmutzungen» – ein etwas kräftigeres Rosa 
und damit überhaupt malerische Struktur erkennen 
liessen. Um nachzuvollziehen, wie das Gem älde einst 
mit einer regelmässigen Schmutzschic ht ausgesehen 
hat, bega nn ich, statt weite rzup utze n, den herausge- 
putzten Schmutz mit Pigment en zu ers etzen. Plötzlich 
erhielte n die blanken Stell en malerische Struktur und 
eine erhöht e Farbigkeit; die räumliche Tiefe des 
Gemäldes begann sich w ieder zu entwick eln. In der 
Folge probierten wir dasselbe bei vielen andern be ein- 
trächtigten Gemälden mit dems elben Erfolg aus. 
Einen vergleichbaren Fall haben wir in unse re 
Sammlun g mit dem 2001 erfo lgten Ankauf von Henri 
Matisses «Barbizon» erl ebt. In der Tat, in der Mitte 
befand sich eine störende, leere Partie. Bei der nähe- 
ren Unt ersuchung der drei senk r echten hellen Pinse l- 
züge ohne Farbe war festzustellen, dass sie früher 
einmal von rosaroter Färbung waren. Versuchsweise 
begannen wir diese Stelle durch P atina und gering e 
Färbung zu stützen, und nun kann man erkennen, wel- 
che Bedeutung dies er Stelle für die vertikale und hori- 
zontale Konstruktion des Bildes zuk ommt. 
Einer vom Künstler bewusst eingesetzten Patina 
begegneten wir bei der Schenkung des «Profil eines 
bärtigen Mannes» von Ingres. Diese Studie wurde zuvor 
bei einer Restaurierung ebenfalls vom «Schmutz», also 
von der Patina, weitgehend «befreit», dadurch wirkte 
der Kopf nur mehr als flaches Relief. Wir entschieden 
uns, diese fehlende Patina wieder zu ergänzen, was der 
Stu die ihre Kohärenz zurückgab und dem Kopf wieder 
zu seiner klassizistischen Plastizität verhalf.   
Eine Zusammenfassung solcher r es taura torischer 
Erfahrungen durften wir mit der Unter stützung von 
Christian Klemm in der Ausstellung «Von Claude 
  Lorrain bis Giova nni Segantini/Gemäldeoberfläche 
und Bildwirkung» von 1996 a nschaulich darstellen und 
publizieren. Die französische Kurzfa s sung «La patine , 
témoin d’authenticité» fo lgte in «Nuances» 1999/20–21 
und wird in «Issues in the Conservation of Paintings» 
2005 vom Getty Conservations Institute unter elf ande- 
ren Beiträgen als Lektür e zum Themenkreis der Rei- 
nig ung von Gemälden empfohlen. empfohlen.
	        

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