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Jahresbericht 2010 (2010)

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Bibliografische Daten

fullscreen: Jahresbericht 2010 (2010)

Zeitschrift

Titel:
Jahresbericht
Sammlung:
Zeitschriften
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Persistenter Identifier:
20416
Erscheinungsort:
Zürich
ISSN:
1013-6916

Zeitschriftenband

Titel:
Jahresbericht 2010
Sammlung:
Zeitschriften
Dokumenttyp:
Zeitschriftenband
Signatur:
Per 374 : 2010
Persistenter Identifier:
20416_2010
Bandzählung:
2010
Erscheinungsort:
Zürich
Verlag:
Zürcher Kunstgesellschaft
Erscheinungsjahr:
2011
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]
Sprache:
Deutsch

Kapitel

Titel:
Restaurierung
Sammlung:
Zeitschriften
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Jahresbericht
  • Jahresbericht 2010 (2010)
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis
  • Vorwort des Präsidenten
  • Sammlung
  • Ausstellungen
  • Grafische Sammlung
  • Bibliothek
  • Restaurierung
  • Veranstaltungen
  • Veröffentlichungen 2010
  • Kunsthausbesuch
  • Zürcher Kunstgesellschaft
  • Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
  • Sponsoren, Stiftungen und weitere Gönner
  • Rechnung
  • Abbildungsteil
  • Hinweise auf Neuerwerbungen
  • Leerseite

Volltext

33 
Restaurierung 
Gemäld e und Skulpturen 
Nachdem bereits im Jahresbericht 2008 das Projekt zu 
Alberto Giacomettis Gipsskulpturen angekündigt wur- 
de, kann nun dank grosszügiger Unterstützung durch 
die Stavros Niarchos Foundation und die Ars Rhenia 
Stiftung über den Start des bisher wohl umfassends- 
ten Konservierungs- und Restaurierungsprojektes in 
der Geschichte des Kunsthauses berichtet werden. Im 
Oktober begannen die Untersuchungen der 75 Gips- 
skulpturen aus der Schenkung von Odette und Bru- 
no Giacometti an die Alberto Giacometti-Stiftung. Ein 
für dieses Projekt zusammengestelltes mehrköpfiges 
Team versucht vor allem Fragen zu Herstellung und 
Funktion der einzelnen Objekte zu beantworten. Wich- 
tige Indizien geben die grösstenteils noch vorhandenen 
herstellungsbedingten Spuren, die sorgfältig zu iden- 
tifizieren und richt ig zu interpretieren sind. Spezialis- 
ten der Kunstgeschichte, Gipsrestaurierung sowie der 
Abform- und Gusstechniken stehen dem Kernteam 
beratend zur Seite. Im September 2012 wird die reine 
Forschungszeit mit einer Zwischenpräsentation der 
Ergebnisse abgeschlossen. Direkt im Anschluss sol- 
len bis Sommer 2014 destabilisierte oder gefährdete 
Gipse restauratorisch und konservatorisch bearbeitet 
werden. 
Das von Herbert Distel 1970–77 realisierte Sch ub- 
ladenmuseum kam nach40 Jahren inein schwieriges 
Alter. Sich zersetzende, Flecken bildende Leime, ver- 
fä rbte und «durchblutende» Klebestoffe, alte Diaposi- 
tive und abgebaute Transistorenteile und Tonbänder 
stellten uns vor knifflige und vielfältige Probleme. Die- 
se konnten dank der finanziellen Unterstützung der 
Bank Julius Bär anlässlich des Jubiläums «100 Jah- 
re Kunsthaus Zü rich» durch ein Konservierungs- und 
Restaurierungsprojekt in Zusammenarbeit mit der 
Studentin Anja Schlegel vom Fachbereich Konservie- 
rung und Restaurierung der Hochschule der Künste 
Bern grösstenteils gelöst werden. 
Frau Schlegel hatte nicht nur die Aufgabe, das 
gesamte «Museum» eingehend und im Detail zu doku- 
mentieren, sondern auch die wichtigsten erhaltungs- 
technischen Massnahmen zu ergreifen und umzuset- 
zen.Sowarennichtnurdie500Werke,sonderndie 
Vielschichtigkeit und Vielfältigkeit der Fragenstellun- 
gen und komplexen Materialkompositionen das grosse 
Problem. Dafür konnte sie unter Mithilfe von spezia- 
lisierten Kollegen anderer Fachrichtungen geeignete 
Lösungen zur Bearbeitung finden. Nach Abschluss 
der Restaurierung wurde das Werk von Oktober 2010 
bisJanuar2011indenRäumenderBankJuliusBärin 
Zü rich ausgestellt. An dieser Stelle gilt unser grosser 
DanksowohlderBankJuliusBärwieauchAnjaSchle- 
gel für das gelungenen Resultat. 
WiejedesJahrkonntenwirauch2010auftat- 
kräftige temporäre Mitarbeiter und M itarbe iterinn en 
für das Alltagsgeschäft zählen. So war Frau Elke 
Cwie rtnia als Assistenzrestauratorin vom 1. Se ptem- 
ber 2009 bis Ende September 2010 in unserer Werk- 
statt beschäftigt. Sie unte rstü tzte uns mit grossem 
Elan bei zahlreichen Restaurierungsarbeiten und bei 
den Ausstellungswechseln. Frau Janina Mic aus der 
Akademie der Bildenden Küns te Wien verbrachte ihr 
Som merpra ktiku m bei uns. Sie be arbe itete vor allem 
das fragile Gemälde von Jean Paul Riopelle, «Com- 
pos ition» von 1951, das starke Malschichtlockerungen aufwies.
	        

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