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Brief, Prof. R. Seewald., Köln., Ubierring 40, 9. Mai 3i, Zürcher Kunstgesellschaft. Zürich.

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

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Bibliografische Daten

fullscreen: Brief, Prof. R. Seewald., Köln., Ubierring 40, 9. Mai 3i, Zürcher Kunstgesellschaft. Zürich.

Monografie

Titel:
Brief, Prof. R. Seewald., Köln., Ubierring 40, 9. Mai 3i, Zürcher Kunstgesellschaft. Zürich.
Umfang:
1 Blatt
Sammlung:
Künstlerbriefe
Dokumenttyp:
Monografie
Signatur:
10.30.30.177a.seewald.19310509
Persistenter Identifier:
206757
Verantwortlichkeitsangabe:
Hochachtungsvoll, Seewald
Autor:
Seewald, Richard
Körperschaft:
Zürcher Kunstgesellschaft
Korporativer Adressat:
Zürcher Kunstgesellschaft
Erscheinungsort:
Köln
Zürich
Erscheinungsjahr:
1931
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]
Dimensionen (Quelle):
27,7 x 21,7 cm
Sprache:
Deutsch
Körperschaftenschlagwort:
Kunsthaus Zürich
Personenschlagwort:
Seewald, Richard
Verantwortlichkeitsangabe:
Hochachtungsvoll, Seewald

Beilage

Sammlung:
Künstlerbriefe
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Beilage

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Brief, Prof. R. Seewald., Köln., Ubierring 40, 9. Mai 3i, Zürcher Kunstgesellschaft. Zürich.
  • Brief
  • Beilage
  • Beilage

Volltext

RICHARD SEEWALD 
\ 
VORREDE ZU „ROBINSON DER SOHN ROBINSONS 
ODER DIE VIER JAHRESZEITEN 
ODER ORBIS PICTUS“ 
Wenn ich dieses Buch „Die vier Jahreszeiten oder den Orbis Pictus“ 
genannt habe, so ist dies ein Bekenntnis zu jenem Erdkreis, den die 
vier Jahreszeiten regieren, wıe sıe der unsterbliche Breughel gemalt 
hat, über dem Morgen und Abend, Tag und Nacht wechseln, wie sie 
schwermütig sitzen auf den Gräbern der Mediceer, und über dem die 
Sonne aufgegangen ist von Osten und noch strahlt ım Zenit vom Mit- 
telbild des Isenheimer Altars, nachdem die Bergeshäupter Griechen- 
lands lange schon rosig von ıhr glänzten, als sie noch unter dem Horizont 
war. Wir lassen also außer Betracht jene exotischen Gegenden, von 
denen wir als Knaben träumten und die uns zum Überdruß bekannt ge- 
worden sind durch ihre Eroberung mit Blitzlicht und Büchse, und von 
deren Gefahr- und Harmlosigkeit wir uns überzeugt haben durch die 
Gefahr- und Harmlosigkeit ihrer Bezwinger und nehmen nur ıhre 
Namen als Farben auf unsere Palette. 
Junge lächelnde Negerin! Die schöne Hügellandschaft deiner Brüste, 
in der die Phantasie unserer Knabenjahre ‘glühende Spaziergänge 
machte, seit wir dich von den Titelblättern unzähliger Journale lächeln 
sahen, bist du uns gleichgültig geworden, und begehrenswerter erscheint 
uns die eherne Brust des Reiters zu Padua. 
Ihr Urwälder Südamerikas, Zentralafrikas, ihr Dschungeln Indiens und 
Atolle der Südsee, eure zu bekannten Geheimnisse wünschen wir nicht 
mehr zu sehen, sondern verlieren uns ın die stets neuen Dickichte 
Shakespeares. 
Euer blasses Feuer aber, ıhr fragwürdigen Lichter, die ihr meist auch 
alle aufgegangen seid im Osten, euch sehen wir endlich wieder erblassen 
vor den heller strahlenden Kerzen des Altars und dem Glanz der er- 
habenen Glatze des Sokrates, während der lieblich lächelnden Göttin 
marmornes Antlitz wieder ersteht über dem dunstigen Gewölk dämo- 
nıscher Künste. 
Wir, die wir die Reise lieben, wir werden damit endigen, auf dem 
Rücken zu liegen und die Reise in uns selbst anzutreten. 
Wir, die Gefahr lieben und sie suchten auf den vorgeschobenen Flan- 
ken, wir lieben jetzt die Mitte als die gefahrvollste Stelle. Denn sehet 
den Bogen an: Wenn er ruht, so sind es die vorgebogenen Hörner seiner 
Enden, die voran weisen, wenn er aber gespannt wird, dann wölbt sich 
die Mitte voran und sie ıst bestimmt - vielleicht - zu brechen. 
Und daß er heute gespannt ist, wer wollte das bestreiten ! 
Lassen wir also, unsere „Avantgardisten“ in die Tuba ihres Lautspre- 
chers ihren Fortschrittsmarsch blasen, und singen wir die Schönheit dieses 
Erdkreises, den wir beglückt das Abendland nennen, und genießen wir 
sein Ol und Brot und Wein. 
„.
	        

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