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Zeit-Echo (3(1917), 1. und 2. Juniheft)

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Nutzungslizenz

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Bibliografische Daten

fullscreen: Zeit-Echo (3(1917), 1. und 2. Juniheft)

Zeitschrift

Titel:
Zeit-Echo
Sammlung:
Zeitschriften
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Signatur:
DADA III:38
Persistenter Identifier:
25352
Erscheinungsort:
München
Verlag:
Benteli A.-G.
Sprache:
Deutsch
ISSN:
0000-0000

Zeitschriftenband

Titel:
Zeit-Echo
Sammlung:
Zeitschriften
Dokumenttyp:
Zeitschriftenband
Signatur:
DADA III:38:3:2
Persistenter Identifier:
25366
Bandzählung:
3(1917), 1. und 2. Juniheft
Erscheinungsort:
Bümpliz-Bern
Zürich
Verlag:
Benteli A.-G.
Erscheinungsjahr:
1917
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]
Dimensionen (Quelle):
22,7 x 15,8 cm
Sprache:
Deutsch

Kapitel

Titel:
Menschen, Bücher, Zeitschriften
Sammlung:
Zeitschriften
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
Kapitel

Kapitel

Titel:
Frankreichs andere Seite
Sammlung:
Zeitschriften
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Zeit-Echo
  • Zeit-Echo (3(1917), 1. und 2. Juniheft)
  • Titelseite
  • Vorderer Buchspiegel
  • Nach Friedensschluss
  • Revolutionstage in Russland : Briefe aus Tolstojs Freundeskreis
  • Beginnt jedesmal...
  • Menschlichkeit!
  • Ein Maler spricht zu den Malern
  • Menschen, Bücher, Zeitschriften
  • Schriftsteller
  • Ehrenstein
  • Die Gegner
  • Ferne Länder
  • Demain
  • Salut à la révolution russe 1917
  • Frankreichs andere Seite
  • Georg Fr. Nicolai : Biologie des Krieges
  • Konjunkturbuben
  • Impressum
  • Spiegel
  • Einband

Volltext

31 
merkwürdiges Unverständnis für das irdische Phänomen, dem beizuwohnen uns 
beschieden ist. — ... 
Dieser Krieg ist die fürchterlichste Schmach, die je geworfen wurde auf den 
Vorzug: zu leben, auf die Würde: zu denken. Wir durchschreiten eine der 
schmählichsten Stunden der Geschichte. Und wenn auch kein Mensch das zu 
sagen wagt, in seinem Herzen fühlt es doch jeder. — ... 
Der unermessliche Marterweg unserer lieben Frau der Menschheit: der ist 
die wahre Dichtung. — ... 
Sicherlich wird die Literatur sich noch lange die goldene Lüge vom Kriege 
wahren, die sie so schamlos verschleisst; denn dies ist die Macht der geschwollenen 
Redensarten und der Gemeinplätze, dass die Menschen sich ihnen mit einer 
unbegreiflichen Willfährigkeit unterwerfen.“ — 
Hört. Es geht für die Menschheit. Und selbst noch der letzte Vorstadt 
dramatiker, der offen für die Menschheit spricht, ist der Erde tausendmal 
wichtiger, als der sogenannte tiefe Dichter, der sich verbirgt. — Aber wer 
spricht so? Dieser Henry Bataille der Vorrede, sonst Lieblingsdichter der 
mondänen Effekttheater, ist ein unbedingt mutvoller Mensch, der sich mit 
seinem Herzen einer Legion von Blutschwätzern (beider Seiten des Draht 
verhaus!) entgegenstellt. Das ist ein Mensch, der dennoch wieder bewusst genug 
spricht, um uns hören zu lassen, dass er nicht allein ist, und der die zahllosen 
Scharen seiner schweigenden Freunde kennt. 
Dieses Wort vom Menschen wurde gedruckt und gelesen in Paris. In Frank 
reich, wo man immer noch den Sprecher, der nicht dem Krieg heute zustimmt, 
auf diesem hellen, weiten, rechten Ufer des öffentlichen Lebens mit allen Mitteln 
einer drohenden Amtlichkeit und einer wirksamen Presse ersticken kann. 
Dennoch wagte sich Bataille vor, ein Genosse der Menschheitlichen, mit 
der Unverstelltheit des zweifellosesten Wortes. So ist man verpflichtet zu fragen: 
Warum verkriechen sich die selbstgerechten Freiheitsmänner von Ländern, 
die heute ihre Schreiber weniger zensurieren, hinter die Geheimtüren einer 
anspielungsreichen Intellektual-Literatursprache? Aus Angst vor Pressungen 
durch Behörden? O nein. Aus Mangel an Liebe, Mitgefühl und der einfachsten 
Achtung vor der Menschheit. Aus Mangel an Teilnahme. Aber wir wollen auch 
das verlegen böse Schweigen derer nicht vergessen, die verpflichtet waren zu 
reden; wir wollen es nicht vergessen, dann, wenn die Welt einmal ihrer Freunde 
von der lauten menschlichen Stimme gedenken wird! 
* 
Georg Tr. tflicotai: ‘Biofogie des {Krieges 
(Verlag Orell Füssli, Zürich.) 
Die vorige Nummer des 2>eH-Gcßo begrüsste Nicolais in der Aktion 
erschienene Aufsätze. (Unglaublicherweise die einzige öffentliche Zustimmung 
seit einem Jahr!) Jetzt sind sie im systematischen Buch da; jedem Menschen 
guten (und bösen) Willens zur Verfügung. Dieses Buch wird dem kommenden 
Geschlecht selbstverständlich sein. Heute darf man nur in gefasstestem Ernst
	        

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