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Hurra! Hurra! Hurra!

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Bibliografische Daten

fullscreen: Hurra! Hurra! Hurra!

Monografie

Titel:
Hurra! Hurra! Hurra!
Untertitel:
12 Satiren
Umfang:
45 S.
Sammlung:
Bücher
Dokumenttyp:
Monografie
Signatur:
DADA I:12
Persistenter Identifier:
25853
Autor:
Hausmann, Raoul
Erscheinungsort:
Berlin
Zürich
Verlag:
Malik-Verlag
Erscheinungsjahr:
1921
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]
Dimensionen (Quelle):
23 x 15,5 cm
Sprache:
Deutsch

Kapitel

Titel:
Puffke sehnt sich nach dem Mittelalter
Sammlung:
Bücher
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Hurra! Hurra! Hurra!
  • Einband
  • Vorsatz
  • Titelseite
  • Impressum
  • Mein Deutschland
  • Militärische Christus-G.m.b.H.
  • Ein Schiessgewehr voll Nächstenliebe
  • Christlich-sozial
  • Ja, so sind die Deutschen nun mal
  • Warum Hindenburg 'nen Vollbart trägt
  • Prothesenwirtschaft
  • Paasche beging Selbstmord
  • Arbeiter gehen barfuss
  • Vom neuen freien deutschen Reich
  • Puffke sehnt sich nach dem Mittelalter
  • Adolf Kutschenbauch (Eine bürgerliche Entwicklung)
  • Inhaltsverzeichnis
  • Werbung
  • Leerseite
  • Einband

Volltext

32 
um aller Heiligen willen, warum sehnte sich nun Puffke so sehr 
nach dem Mittelalter, fragen Sie? Ich sagte Ihnen schon, von 
wegen Seele. Er hatte nun mal ’ne romantische Seele. Das glau 
ben Sie Puffke nicht? Da fragen Sie mal Schnuteken, seine Frau, 
oder Myllo, seinen Hund! Die waren beide ganz deformiert aus 
fortwährender Rührung über Puffkens Seelenschmalz. Wer sollte 
das auch so kaltblütig mit ansehen: Puffke schob z. B. Butter, und 
mitten drinne wurden seine Züge weich und schwammig, seine 
Hand bebte und er rief zärtlich nach Schnuteken und Myllo und 
seufzte tief, allertiefst: ick sehne mir! Es war nicht zum aus- 
halten, auf Ehre, nein! Myllo, der Hund, hatte den Kopf schon 
beinah aufm Rücken festgewachsen von dem ewigen Hochkieken 
auf seinen Herrn, und Schnuteken, die Frau, hatte einen ganz 
wahnwitzig — unförmlichen Steiß bekommen — sie mußte sich 
aus poetischem Mitgefühl immerzu hinsetzen, und davon, Sie ver 
stehen! Gewebsatropie im Gesäßmuskel! Trotz alledem, der 
Puffke sehnte sich immerzu. Für Frau Schnuteken war’s fürchter 
lich, sie konnte kaum mehr richtig im Bett liegen infolge ihres 
geschwellten Hintern — ja, zuletzt war sie nur mehr um den Hin 
tern herumgruppiert und mußte unter Beine und Kopf 15 Ma 
tratzen legen, um nicht in die gefährlichste Situation zu kommen. 
Jetzt werden Sie glauben, der Puffke bekam etwa die Frau satt — 
nee, er war nur tiefbetrübt, daß sowas heute, eintausendneunhun- 
dertundzwanzig geschah, und nicht im Mittelalter. Zum Teufel, 
aber warum sehnte er sich denn nun endlich so? Ja, ja, weil, 
weil — so schnell ist das nicht erklärt, seh’n Sie! Puffke war ’n 
difficiler Charakter — er war gegen die moderne Arbeitsteilung; 
er war dafür, alles selbst zu tun: er schob doch auch alleine! 
Weiter: Puffke war für festumrissene Grenzen (da haben Sie ’ne 
Erklärung für seine Liebe zu dicken Mauern), Puffke war, Puffke 
wollte — ja Puffke hatte eben so’n unbändigen Drang nach rück 
wärts, nach der besseren alten Zeit im Leibe, wollte sagen Seele, 
daß er einfach sich nach dem Mittelalter sehnen mußte! Das war 
ganz elementar bei ihm. Ihm erschien einfach alles Heutige 
schlecht. Wenn er bloß mal an die Preise für Butter dachte, die 
man im Mittelalter zahlte, und wenn er daran dachte, was für ’ne 
Rolle er darin als Butterschieber hätte spielen können — nee, er
	        

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