Volltext: Berichterstattung über das Jahr 1888 (1888)

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Fremde Kunstvereine. Wir sind auch im Berichtsjahr 
Mitglied der schweiz. Ges. f. Erh. histor. Kunstdenkmäler, der 
Ges, f. vervielfält. Kunst in Wien und des bayr. Kunstgewerbe- 
vereins geblieben. 
Bauten, Bei dem einstweilen nur langsam durch den 
Zinszuschlag anwachsenden Umfang des Baufonds und der ge- 
ringen Hoffnung, von Staat oder Stadt in erheblicher Weise 
unterstützt zu werden, mussten die Gedanken an eine Verlegung 
unsers Sammlungsgebäudes in die Mitte der Stadt und die Er- 
stellung besserer Ausstellungsräume einstweilen zurückgedrängt 
werden; Eine Anfrage des Stadtrathes, ob unsere Gesellschaft 
Wünsche zu äussern habe mit Bezug auf den Platz im Zähringer- 
quartier, wohin man zu Anfang des Jahres 1888 das Gewerbe- 
museum und die Sammlungen der Antiquarischen Gesellschaft 
zu verlegen gedachte, beantworteten wir in verneinendem Sinne, 
weil uns jenes Emplacement gar keine Vortheile gegenüber 
unsrer eigenen Liegenschaft. zu bieten schien. Dagegen machten 
wir auf die für unsere Zwecke nicht ungünstige Lage des s. Z. 
von den Tit. Bodmer’schen Erben für ein Gewerbemuseum ge- 
schenkten Platzes Bärengasse-Thalgasse aufmerksam und sprachen 
den Wunsch aus, mit Bezug auf allf. Verhandlungen über jenen 
Platz auf dem Laufenden erhalten zu werden. Inzwischen hat 
aber die National-Museums-Frage alle andern Pläne wieder 
aus dem Gleichgewicht gebracht und bis sie entschieden ist, 
stehen auch wir vor lauter Fragezeichen. 
In unsern Gesellschaftsräumen haben wir inzwischen allerlei 
verbessert und verschönert. Durch die Gefälligkeit des löbl. 
Stadtrathes sind uns eine Anzahl decorativer Wandgemälde 
des Zürcher Landschaftsmaler Heinr. Wuest, eines Mitbegrün- 
ders unserer Gesellschaft, geschenkt worden, die sich früher 
in dem Finsler’schen Hause im Kratz befunden haben. Wir 
wandelten mit denselben unser altes nüchternes Gesellschafts- 
zimmer in einen feinen, stattlichen und doch recht heimlichen 
Saal um, der den ausführenden Architekten (F. & P. Ulrich und 
H. Reutlinger) alle Ehre und uns viel Freude macht. Freilich 
hat diese Baute, welche die Herstellung eines ganz neuen 
Täferwerks, einer neuen Decke, neuer Thüren und eines
	        
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