II. 
Irpa no Hirne, ma PrincelTe! 
Heute Iah ich Sie nieder! — 0 Sie Perne, Lichte! 0, Irpa no 
Hirne! Als Sie einherfchritten, ging Ihnen Prahlende Jugend 
Poran, und Schönheit und Güte rparen Ihre Begleiterinnen. 
Hilde rpar Ihr Antlifc; Ihre Augen ruhten auf den Nenfchen, 
als rpollten fie Tagen: Ichauet mich an, die Ihr mühfelig und 
beladen feid, meine freie Stirne, mein königlicher Gang rperden 
euch erouicken ... 
0, Irpa no Hirne, Du Perne, Strahlende! 
III. 
Irpa no Hirne! 
Jüngft las ich in Deinen Augen, die mich plötjich im Gerpühl 
der Straße anfahen, ein Wort: müder Pilger! 
Wie erbarmungslos das in meine Seele fuhr! 
Da kam über den müden Pilger die fchrrerfte Stunde. Hitten 
durchs Herz der Alpen fuhr er dem Frühling entgegen. Aber 
mit ihm fchrpebte Dein Bild, Irpa no Hirne, und rpie Höpen um= 
flatterten ihn rpilde, fchmerzliche Wünfche grauperfchleiert 
fuhr Frau Herzeleid mit ihm. 
Nicht die türkisblauen Seen, nicht die zarten, rpeißen Came= 
lien, nicht die Sonne pon Ronco perfcheuchten die grauper= 
fchleierte Frau und der müde Pilger permochte der Tage am 
Lago Haggiore nicht froh zu rperden. 
Der müde Pilger fuhr rpieder nach Norden. 
Der Schnellzug Höhnte, ftampfte, ächzte und jammerte rpie ein 
Riefe; fein Atem ging fchrper... Ungebändigt, ungezügelt rafte 
er durch die Nacht. An tiefen, geheimnispollen Wäldern porüber, 
die am Tage licht und lieblich find; an trüb flackernden Later= 
nen porbei, die aus den kleinen Stationen klägliche Gebilde 
und fpukhafte Nachtgeftalten machen ... 
Endlos... Unendlich ... 
Wie rpeit und fern lag die Welt!.. 
io
	        

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