Full text: Die weissen Blätter (3(1916),1)

Rene Scfnckefe • Hans im Scfmakenfoch 
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Dinge, an die sich der Mensch trotz 
Vertrautheit nicht ge* 
wohnt... Darunter ist das gewichtigste der Tod 
Dem 
Tod gegenüber, glaube ich, war noch keiner blasiert, Balthasar, was 
meinst du? Dem Tod gegenüber muß man einen Standpunkt ein* 
nehmen. Vom Leben kann man sich treiben lassen. Man kann 
mit ihm pakti 
Der Tod 
gehaltener Pistole den Weg 
Daraufhin muß man 
endiger 
Straßenräuber, der einem mit 
tt: die Börse und das Leben! 
se in ein drittes flüchten, von 
dem man annimmt, daß es der Kugel widersteht. Nicht wahr. Klär? 
Klär: Kluge Eltern bereiten schon die Kinder auf den bösen 
Augenblick vor, wo ihnen der Tod zum erstenmal begegnet. 
Hans:.Mit dem schwarzen Mann? 
Klär: Und dem Vaterunser, Und trotzdem erschrickt jeder immer 
wieder. 
Hans: So einfach sind diese komplizierten Dinge,., So, mein 
Balthasar, wundere ich mich immer wieder über die erste Schnake. 
Balthasar: Du lebst auf Luftbrücken, die das Schnakenloch mit 
den entferntesten Teilen der Schöpfung verbinden, 
Hans: Da alles in derselben Luft steht 
Balthasar: Philosophierst du, oder ziehst du mich auf? 
Hans: Ich langweile mich, 
Balthasar: Gute Nacht, Klär, Kommen heute die Burschen? 
Hans: Ich hoffe, 
Balthasar: Daun, bitte, lärmt nicht zuviel. Ich muß um vier auf* 
stehn und möchte jetzt schlafen, 
Hans: Komm her. Gib mir die Hand, Schlaf gut. Wir werden 
still sein. 
Balthasar: Gute Nacht, Klär, 
SECHSTER AUFTRITT 
Hans. Klär, ~ 
Hans: Jetzt, jetzt. Klär, kann ich mit dir reden. Mit dir reden, 
das ist für mich dasselbe, wie für dich das Musizieren, Mir wird 
schön leicht und schwer davon. Wenn es nur schon Sommer wäre, 
damit ich zu tun bekäme.
	        
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