Full text: Die weissen Blätter (3(1916),1)

Rene Scßicßefe • Hans im Scfma&enfocß 
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deutschen Weltgerichts. Einigen wir uns: ein Volk, gezeugt von einem 
katholischen Teufel mit Pallas Athene. 
Di mp fei (holt Notizbuch heraus und schreibt): Nicht schlecht. Da 
werden meine Primaner was zu lachen haben, 
ELFTER AUFTRITT 
Dieselben. Louise. 
Louise (von rechts): Wollen wir jetzt unsern Spaziergang durch 
den Park machen? 
Hans: Gern. 
Louise: Nicht wahr, meine Herren, eine wunderbare Frühlings* 
nacht! 
Dimpfel (zum Himmel): Sogar Vollmond. 
Louise: Sogar das. Sogar Nachtigallen, 
Hans: Dort drüben, am Rhein, toben sie. Der Park reicht bis 
an den Fluß, und wenn man in solchen Nächten dort auf der kleinen 
weißen Terrasse sitzt, muß man gewaltsam an sich halten, um nicht 
mit ihr wie ein Luftballon aufzusteigen oder sonstwie den Verstand 
zu verlieren, 
Louise: Also dorthin wollen wir, 
Hans (gleich zurückkehrend): Dimpfel, zeige bitte der Madam einige 
Sterne, Ich komme nach, (Zu Starkfuß.) Du, dürfte ich dich um einen 
großen Gefallen bitten? 
ZWÖLFTER AUFTRITT 
Starkfuß. Hans. 
Starkfuß: Darfst, 
Hans: Bringe bitte meine Frau nach Hause. Mir war, als ob 
Balthasar sich drücken wollte, 
Starkfuß: Soll geschehen. Noch was? 
Hans: Ja (setzt sich dicht neben ihn, ohne ihn anzusehen) ich bin los, — 
verstehst du? ich spür's, daß ich in die Strömung geraten bin und — 
(Bewegung.) 
Stark fuß: Wieder einmal . . .Wie lange, glaubst du, wird deine 
Frau den Neufundländer spielen? 
Hans: Du verstehst nicht. 
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