Full text: Die weissen Blätter (3(1916),1)

Rene" Sch icke te • Hans im SchnakenCoch 
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Balthasar: Herzensdimpfel, Wie schön, daß ich dich heute noch 
treffe. Wo hast du denn gesteckt? 
Dimpfel: Unter einem Wasserfall von Welschen, Aber jetzt sind 
wir unter uns, G'sundheit, 
Balthasar: G'sundheit, Dimpfel, 
Dimpfel: Worüber hast du denn mit der Gräfin geschwätzt? 
Balthasar: Ich habe gehört, wie unser Abbe ihr auseinander 
setzte, daß du keineswegs ein Barbar, sondern ein Kulturträger seist. 
Dimpfel: Schad' um den Bursch, daß er Pfaff geworden ist. 
Balthasar: Was hätte er denn werden sollen? 
Dimpfel: Ei, zum Beispiel Oberlehrer. <Man hört unterdrückt 
»Schambediß« rufen.) 
Diener: Pierre ruft, <Schambediß verschwindet,) 
DREIUNDZWANZIGSTER AUFTRITT 
Dieselben. Ohne Schambediß. 
Dimpfel: Was macht der Pierre? 
Diener: Der Pierre macht den Portier, 
Dimpfel; Wie seid ihr denn auf die alte Kommode gekommen? 
Diener: Wir haben schon immer darauf gestanden. 
Dimpfel: Aha. 
VIERUNDZWANZIGSTER AUFTRITT 
Dieselben. Schambediß. 
Schambediß <zurück): Der Pierre sagt, es seien schon alle Leute 
fort. Die Fremdenzimmer seien fertig. Ob er das Tor zumachen dürfte. 
Dimpfel: Fremdenzimmer? Wir wollen nicht hier schlafen. Ich 
muß morgen um 8 in der Schule sein. Setzt euch, setzt euch. Der 
Pierre soll's Tor zumachen oder offen lassen, wir kommen schon 
hinaus. 
Balthasar: Wieso sind alle Leute fort? 
Dimpfel <mit den Dienern anstoßend): G'sundheit. 
»Der Hans im Schnakenloch 
hat alles, was er will , . .« 
<Die Diener wiederholen mit Dimpfel zusammen.)
	        

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