Full text: Die weissen Blätter (3(1916),1)

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Rene Schichefe • Hans im Scßnafenfocß 
VIERTER AUFZUG 
Die gute Stube im Sdmakenloch wie im vorigen Aufzug. Sommerabend. Zum Schluß 
dunkelt es dann, Keine andre Beleuchtung, als die brennende Scheune. 
ERSTER AUFTRITT 
Hans, Klär, <Am Schreibtisch.) 
Ha 
Hier liegen alle die Pap 
die mir das Leben 
oft 
schwer machten, als es noch leicht zu tragen 
Versicherung 
Hypotheken, Steuern, Verträge, Immer war irgend etwas fällig, imm 
mußte man etwas kündigen oder wurde einem etwas gekündigt,.. <Wie 
Wand 
Schon 
sehn? Eine Granate, Und dort ist sie hinausgeflogen. Wann 
du, hat sie hier durchgeschlagei 
g e ~ 
? 
Klär: Heute, gestei 
Hans: Nein, gleich 
weiß ich? 
Tag, Ich kam gerade vom Keller 
herauf. Unterwegs hatten nur immer die Mäuse gepfiffen, wie ich 
aber hier ins Zimmer trat. 
ein Hund dazwischen — 
. , . Dann war der große 
um die Wette zu pfeifen. 
trat, fuhr heulend 
die Tierchen schwiegen, wie erschrocken 
Hund vorbei, und sie fingen wieder an. 
Ein Gruß von Starkfuß, 
Klär: Oder eine Warnung, 
Hans: Wovor? 
Klär: Den Keller zu verlassen, 
Hans: Ich kann nicht bei den Kartoffeln leben, Ihr seid alle gelb 
geworden da unten. Dieser Schlüssel — 
Klär: Und du bist weiß geworden auf deinen ewigen Rundgängen 
durchs Haus bei Tag und Nacht, 
Hans: Du übertreibst. Nachts habe ich meistens auf dem Familien^ 
sofa geschlafen und selten schlecht, — Dieser Schlüssel öffnet den 
Schatz der Familie Boulanger, Hier liegt auch unser Briefwechsel, 
Es ist also ein kostbarer Schlüssel, Verwahre ihn gut. 
Klär: So machst du mich mürbe. Dreimal bist du mit dem Schlüssel 
und einem finstern Gesicht hinunter gekommen. Ich wollte ihn nicht 
haben. Jetzt, wo ich im Tageslicht neben dir stehe und du fröhlich 
bist, bin ich fast stolz auf die Ehre . . .
	        

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