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75® Schließlich ist auch das idiotischeste Geplärr eine 
Möglichkeit. Hinter jedem Satz hat man ein wildes Gelächter 
unmißverständlich anzudeuten; hinter jeder Muskelbewe 
gung optischeren Charakters desgleichen: sonst ist man 
ein — ernster Mensch . . . Sum: ob nicht das menschliche 
Hirn bloß ein hereditär-chronisches Geschwür ist? Da 
gegen spricht der Umstand, daß ich diesen Einfall ohne 
dieses Geschwür gar nicht gehabt hätte, durchaus nicht. 
Alles ist ein Symptom. Die Sprache ebenso wie die durch 
sie produzierten Resultate. Es ist kein Standpunkt, keinen 
zu haben. Die Erde bewegt sich (irgendwie) und das Denken 
ist wahrscheinlich nur ein Symptom dieser Bewegung . . . 
Da man den Sinn (die Lücke) nicht hat, hat man den Wahn, 
einen Sinn zu haben, oder den, keinen Wahn zu haben, 
erfreulicheren Falls. Man ist also inkurabel wahnsinnig . ... 
Daß diesen heiteren Zustand ein jahrtausendealtes Ge 
schwür besorgen sollte, ist ein fast beruhigender Gedanke. 
Gedanke? Epochal! Wahnsinn? Säkular! Ist das nicht 
auch ein Wahn? O stundenlang, o stundenlang . . . Ki 
keriki! . . . Gewiß: aber es ist der dünnste, der letzte, 
der helle Wahnsinn . . . Ich kann mir deshalb freudvoll 
gestatten, Kikeriki zu schreien. (Ich habe soeben Kikeriki, 
geschrien . . .) . . . Kikeriki!!! . . . 
76° Allerleichtester Erzählerton: Wenn man übersieht,, 
daß um Geld gespielt wird auf dieser Welt, achte man 
darauf, daß es Leute gibt, die bereits welches besitzen. 
Spielt man, um zu spielen? Oder, um zu trumpfen? Oder, 
um zu mogeln? Man sollte endgültig dafür sein, Schoko* 
ladebildchen zu sammeln und wieder unter das Publikum 
zu bringen, wenn man sich mehr als 481 beigebracht hat. 
Oder sollte man dagegen sein? Schließlich aber ist dagegen 
sein schon zu viel. Etwa bloß müllern? Faktisch müllern? 
Wäre das nicht dasselbe? Man müßte sich geräuschlos 
hinlegen und verrecken. Leider aber kann man das nicht, 
da man Geräusch machen würde. Nun, jedenfalls war
	        
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