Volltext: Das Brandmal

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„Fürchten Sie, daß Sie dort wieder so tief schlafen 
würden?" 
„Nein, nein, das nicht." Aber ich dachte doch ein 
wenig daran. 
Es war sehr schön, in der Nacht zu fahren, und der 
Mensch, der mir gegenübersaß, wirkte so beruhigend auf 
mich. Ich Hütte lange mit ihm fahren mögen. Nur das 
Raffeln der Rüder hören, das monotone Keuchen, und 
das leise Gespräch in der Dunkelheit. 
Als der Morgen graute, beschlossen wir, zusammen zu 
bleiben, und wir einigten uns auf ein Jahr. Wir be 
dachten nicht, daß wir nicht immer in der Bahn fahren 
können. So gingen wir denn wieder auseinander, und 
um zehn Uhr war alles wie ein Traum, den man nicht 
überdenkt. 
Er nahm sein Kettenarmband vom Handgelenk und 
schenkte es mir. Wenn dieses Kettenarmband nicht vor 
handen wäre, hätte ich die Geschichte wohl schon ver 
gessen. 
Er tretjie mit Schulbildern. Es freute mich sehr, diese 
Bilder wiederzusehen, denn es sind ja dieselben, die ich 
als Kind so sehr mochte. 
Auch das Winterbild war dabei, auf dem man ein 
Pferd sehen kann, das vor der Krippe steht und den Ha 
fer mit einem kleinen gelblichen Spatzen teilt. Das Bild 
hätte ich viel lieber gehabt als das Kettenarmband. Aber 
ich mochte es nicht sagen.
	        
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