314 
Zweifel beengen mich und umwickeln mich wie feuchte 
Bänder. 
Unterdesien türmt sich das Zimmer immer höher hinauf 
aus Schnee und Glitzerberg. Bin ich erst über die erste 
Schlucht hinaus, wird man mich wohl nicht mehr finden. 
Daß man mich auf dem problem-umrauschten Situations 
lager suchen und nicht mehr finden wird, ist mir gleich 
gültig. Man wird dahinterkommen, daß ich nicht zu fasten 
bin. 
Wenn man mir nur nicht meine Klugheit mit dem Pen 
delschlag anmerkt. O Gott, ich habe ja keine Strümpfe 
und keine Schuhe an den Füßen. Ich habe ja gar kein 
Kleid. Ich habe nur ein im Winde flatterndes, klägliches 
Nachtkittelchen. Aber ich werde mir schon alles herträu 
men. Ich muß mich nur konzentrieren, dann hab' ich, was 
ich will. 
Wenn ich nur erst um die erste Wegbiegung bin und der 
Welt aus den Augen, dann bin ich gerettet, auch vor mir 
selbst. Ich muß doch einmal aus mir heraus. Diesen Aus 
flug habe ich mir seit langem vorgenommen. Wie mir die 
Beine schwer sind! Ich bin mir doch sehr lästig, daß ich 
mich derart mit mir herumschleppe. 
Ich weiß nicht, wer es war, der über den Boden bis 
zum Waschtisch gekrochen ist, um das Wasser zu trinken, 
das so viele Sommermonate dem Staube preisgegeben 
war. Ich sah es flüchtig, als ich im Begriffe war, durch 
den langen, schwarzen Tunnel zu fahren. Ich komme in 
ein Reich, das keine Grenzen kennt.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.