Full text: Flametti oder vom Dandysmus der Armen

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verliesfeen ostentativ das Lokal. Ostentativ bezüglich 
einiger ihrer Kolleginnen, die denn auch nicht erman 
gelten, den Abgang spitz zu glossieren. 
„Mba, mba, mba!** dröhnte die Musik. 
Und Herr Direktor Farolyi vom Zirkus Donna 
Maria Josefa, ein Pferdekenner wie kein zweiter, Fla- 
mettis erklärter Freund, kam aus der Garderobe, steifte 
sich auf vor der Rampe, klopfte ans Glas und sprach: 
„Meine verehrten Herrschaften! Sie erleben jetzt 
die Sensation dieses Abends. Unser Freund Flametti 
wird Ihnen jetzt seine von St. Rotter bearbeiteten ,In 
dianer* vorführen. Gestatten Sie mir, mit kurzen Wor 
ten meiner Freude über den wohlgelungenen Abend 
und meiner Bewunderung für unsren verehrten Fla 
metti Ausdruck zu verleihen. ,Die Indianer*: welche 
Gefühle durchwandern unsere Brust beim Klang die 
ses Wortes! Welche Ahnungen entzücken das Herz! 
Welche Hoffnungen und Erinnerungen liegen darin be 
graben ! Der Rausch unserer Kindheit, die Freude 
unserer Mannbarkeit! Wer hoffte nicht selbst, als In 
dianer die Gefilde unserer Heimat zu durchschweifen. 
Wem zuckt die Hand nicht nach Feuerwasser, dem 
Bowiemesser, nach dem Skalp unserer Feinde! ** 
Die Damen lächelten hold. Die Augen ihrer Freunde 
blitzten verständnisinnig, verlegen. 
„Wir alle kennen die Namen unserer Unterdrücker. 
Ich brauche feie nicht zu nennen ** 
Herr Detektiv Steix, der auch von der Partie war, 
zog sein Notizbuch heraus und notierte sich etwas. 
„Wir alle lieben die Freiheit, die Pferde, den Wig 
wam, den Kriegspfäd.
	        
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