Full text: Flametti oder vom Dandysmus der Armen

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aus dem Klub werde ich beantragen. Das geht doch 
zu weit!“ 
Herr Köppke war Schriftführer der Artistenloge 
,Edelstein*, deren Logenbruder auch Flametti war. 
„Haben Sie schon gelesen?** sagte Herr Köppke 
und Isteckte- Meyer das ,Intelligenzblatt* zu. „Lesen 
Sie mal!** 
Und Herr Meyer las, und Herr Köppke begab sich 
unauffällig an seinen Platz zurück. 
Eine Schlägerei fand statt zwischen Flametti und 
Herrn Köppke in der ,Rabenschmiede*, einige Tage 
später, dass zwei Tische und drei Stühle in Trümmer 
gingen, sowie zwei präparierte Hasenköpfe mit Glas 
augen, die der Beizer der ,Rabenschmiede* aus seinem 
Privatbesitz zur Ausschmückung des Lokals herange 
zogen hatte. 
Das Renommee Flamettis ging flöten. Langsam, aber 
sicher. 
Noch batte er viele Freunde, und seine treueste 
Helferin war Mutter Dudlinger, die ihm, stets lächelnd, 
im Hintergrund heimlich die Stange hielt. 
Noch hatte Flametti das Kapital hinter sich. 
Noch konnte er auftrumpfen, sich sehen lassen, 
wenn das Geschäft auch täglich schlechter ging. 
Als aber in der Silvesternacht die Polizei vier Mann 
hoch in Mutter Dudlingers 1 Wohnung eindrang, wobei 
Herr Engel mit knapper Not durch das Lokusfenster 
über die Dächer entkam, da schloss Mutter Dudlinger 
die offene Hand und versagte. 
Lydia und Raffaela rebellierten jetzt ganz offen. 
Geschäft und Auftreten wurden ihnen täglich mehr 
Nebensache. In der Garderobe Sassen sie herum, wenn
	        

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