Full text: Flametti oder vom Dandysmus der Armen

dianerlächeln, „erst die amerikanischen Detektivs! Die 
amerikanischen Handfesseln, Schlagringe und Gummi 
knüppel !" und sah sich, Sympathie heischend, nach 
dem geschulten Herrn Meyer um. 
Herr Meyer aber sass da mit der verdriesslich- 
sten Miene der Welt, die Augenlider krampfhaft hoch 
gezogen, fadiert, gelangweilt, bar jeglicher Lust zu 
Disputationen. 
Die Ereignisse folgten sich rasch, und von seiten 
der Hauptbeteiligten ohne nennenswerteren Wider 
stand. 
Flamettis Prozess war jetzt auf den dreizehnten 
angesetzt. 
Man spielte in den kleinen und kleinsten Kneipen. 
Das Ensemble hatte nach dem Austritt der Damen 
Scheideisen eine Ergänzung nicht erfahren. Man rich 
tete sich ein. 
Die Soubrette trat zehnmal auf am Abend: fünf 
Soli, vier Ensembles, einmal als Rezitatorin. Sie sprach 
dann den ,Leutnant aus Zinn' und die ,Fremden 
legionäre'. 
Engel hatte sich durch freiwilligen Eintritt ins 
Krankenhaus einen glücklichen Uebergang zu den ,Ori 
ginal- Ideal- Perplex- und Simplex-Mühlen' gesichert. 
Bobby laborierte an einer Entzündung und die Bögen 
und Handstände fielen ihm schwer. Aber er schaffte es. 
Herr Meyer seinerseits sass pünktlich um sechs 
allabends am Piano, , um Jidas wie Pleureusen die 
Tropfen von der Dedke fielen. Die Portiere am Ein 
gang — Türen gab es nidht — klatschte vereist an 
die Beine etwelcher zirkussüchtiger Gäste. Die Kalk
	        

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