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kleine Richard war schon als kleines Kind scheu 
gewesen. A 7 ieh war ihm greulich. Die Mücken 
stachen, die Bienen stachen, die Ameisen pieten, 
die Schlangen bissen, die Pferde und Esel schlugen, 
die Löwen bissen, die Katzen kratzten, usw. (Un 
sinn Aujuste, heiraten mußte.) Ein Viehlu aber, 
so schien es ihm, das stach, piete, biß, schlug, boxte, 
kratzte und schoß sogar, je nach Bedarf. Kein 
Wunder, daß der kleine Richard scheu wurde. (Un 
sinn Aujuste, heiraten mußte.) Er scheute vor 
Menschen. Wie ein Pferd. Ein einzelner Mensch 
war ihm nicht unangenehm, denn kein Viehlu hat 
je Mut gehabt. (Nach Eckemecker natürlich.) Ein 
Viehlu allein würde nie angreifen. Aber in der 
Mehrzahl wurde das Viehlu kühn. (Unsinn Au 
juste, heiraten mußte.) Und sowie nun der kleine 
Richard 2 und mehr Menschen sah, so scheute er. 
Seine liebe Mutter hatte ihm deshalb 2 nied- 
Scheuklappen gearbeitet, damit er nicht gleich 
so viele Menschen auf einmal sähe. Richards 
beiden hatte sich auch schon etwas gebessert, 
denn er scheute nicht mehr bei 2 Menschen, 
sondern erst bei 3, falls ihn nicht andere 
Gründe zu der Annahme zwangen, daß er 
einem wildgewordenen Viehlu auf Gnade ausge 
liefert wäre. 
An Schule war nicht zu denken gewesen. Ri 
chard war nicht vor dem Lehrer, aber vor den 
Mitschülern scheu geworden und war jedes 
mal durchgegangen, wie ein Pferd. Weder Strenge 
noch Milde hatten etwas vermocht. Und so war er 
auch nicht konfirmiert. Als man ihn seinerzeit 
zum Soldaten machen hatte wollen, hatte Richard 
die Kaserne demoliert, war dann festgenommen 
worden und vor seinen Feldwebel gestellt, wobei 
ihn der Unteroffizier ein Filou genannt hatte.
	        
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