Volltext: Korrespondenz Zürcher Kunstgesellschaft, Sammlung, 01.01.1936-31.12.1936

ÖFFENTLICHE KUNSTSAMMLUNG BASEL 
DIREKTION: AUGUSTINERGASSE 19 - TEL. 25.019 
A 
3ASEL, den 26. Mai ,„,1936, 
h 
Herrn Dr. W. Wartmann 
Direktor des Kunsthauses 
Sehr geehrter Herr Kollege, 
Zürich 
Nach dem Empfang Jhres Briefes vom 
22. Mai und der Photographie nach der Rückseite der Schlüsselverleihung 
alt den Massangaben der Holzfugen,haben wir die Fugen unserer Manuelta- 
fel auf das Exakteste festgestellt. Wir haben zu diesem Zweck die stark 
verschmutzte obere Bildkante durch einen leichten Hobelstrich abgenom- 
nen und so die Zusammensetzung der ursprünglichen Bretter einwandfrei 
abmessen können. Von rechts nach links,d.h. also genau im selben Sinne 
wie bei der Rückseite Jhrer Tafel ergaben sich folgende Abstände vom 
rechten Bildrand: 13,4 - 31,2 - 50,5 - 61,7 - 87,5 - 102,5 - 110,52 u.s.w. 
Diese Fugenabstände sind nicht nur an sich durchaus verschieden von den 
Jhrigen ‚sondern sie lassen sich auch durch keinerlei Verschiebeung nach 
rechts oder links mit diesen in Vebereinstimmung bringen. Dabei ist die 
Bildbreite in beiden Fällen nahezu identisch.Es ergibt sich daraus mit 
absoluter Gewissheit, dass beide Bilder nicht als Vorder-und Rückseite zu 
ainer Tafel gehört/und durch Auseinandersägen getrennt worden sein können. 
Zin weiteres Jndigium bestätigt dieses Ergebnis: Bei der 76,7 cm vom rech- 
ten Bildrand entfernten Fuge ist unsere Tafel offenbar beim Auseinander- 
sägen oder bei der Abhobelung der Rückseite senkrecht auseinandergenomen 
yorden und die rechte Hälfte hat heute eine Dicke von 2.5 mm.die linke
	        
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.