Full text: 1914-1916 (1914-1916)

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hebst dein gramgedunkeltes Gesicht, 
hebst deine Zitterhand und klagst mich an; 
ich fühle wie mir jedes Wort zerbricht, 
das ich mir, dich zu trösten, vorersann. 
Es klafft ein Riß jetzt zwischen dir und mir, 
den keine Tröstung wölbend überbrückt. 
Es weht kein Hauch durch diese Raume hier, 
aus dem nichts Drohendes zu mir stch zückt. 
Ich fühle mich mir allem schuldig, ja! 
Weiß, daß es meine spitze Rugel war, 
durch die dies Ungeheuere geschah —: 
schlaflose Nacht und Reif Ln deinem Haar, 
ein liebewarm Umhegtes plötzlich kalt 
und irgendwo verscharrt im fremden Sand... 
Was weinst du 7 Warum brauchst du nicht Gewalt? 
Durchbohre meine Seite, meine Hand: 
schlag mich an alle Rreuze dieser Welt! 
-Lösch meinen Namen aus der Menschheit Buch 
und streu mich, schon gerichtet und zerschellt, 
streu meine Asche noch in jeden Fluch... 
Dir aber wachs aus Christi Wunder die Passion 
zu der Geburt, um die sich Sterne drehn, 
der Sohn, durch den wie brausender Posaunenton 
die Götterhimmel aller Erden gehn. - 
Paul Zech
	        
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