Full text: 1914-1916 (1914-1916)

schlüpften aus Stroh-Säcken, als sie rief 
Trompeten Schrei vor sturmzerkratzte Wüste. 
Ranonen feyren, stolpernde Gerüste, 
Schon schwirrend in der Straßen Rurve schief. 
Sie stießen gen ein Dorf Ln blendend Helles. 
Anschoben Hauser bellende Fassaden. 
Ob kleiner Hügel links rauchender Welle 
Aufgeglanzt durch Sonne Rürassiere waten. 
Mahlich schwellen breit der Salven Chöre. 
Eine Hecke windet brennend. Schrumpft. 
-Linien hüpfen. Rinnen. Hockt. 
Es stechen Rnauel um des Grabens Röhre. 
Dorr wimmeln fahl die neuen Regimenter. 
Ein Sabel spritzt. Wie Föhn das Hurra knurrt. 
Ein Bienenstock der Wald, der finstere, schnurrt. 
Der Sabel spritzt. Ein Halleluja kotzt —: Engländer! 
Da reißen Pferde Ln die Himmel brüllend. 
Die Bauche Höhlen zackig aufgeschlitzt. 
Auf Scharlach-Rücken eine Puppe sitzt. 
Sie schwenkt den Helm. Sich vor Gelächter schüttelnd. 
Durch leeren Raum das schwarze Dröhnen tackt. 
Plötzlich ein Rnall. Es springen jäh die Böden. 
Dampf wischt und Staub. Ein langes Röcheln hackt. 
Sich auf den Fluß des Herbstes Hebel löten. 
Draus quillen Scheine manchmal. Ducken Schatten quer. 
Es stampft. Und packt und töst der Ruf der Wachen. 
Regen schleicht. In triefender Hächte Rachen 
wälzt ein Rlotz, vom Firmament bestickt, das Heer. 
Johannes R. Becher
	        

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