Full text: 1914-1916 (1914-1916)

^uch er schritt in der Reihe grad und grau. 
Nur seine Augen waren eines Rnaben 
träumendes Blau, und kaum sichtbar umgraben 
von Lurchen. Strotzend stand der Gchadelbau. 
Den Degenstahl liebkoste seine Hand 
wie kühles Samtfell, ehe sie ihn zückte; 
denn wenn das Horn schrie, war er der Entrückte, 
der hart Umschiente, der nur sich empfand. 
Nur sich empfand.... nicht Lust, nicht Haß... 
durch jene roten Straßen das zu leiten, 
was wie ein Lauten aufschreit von zwei Seiten 
wenn an den Wanden hochschlagt explodiertes Gas. 
Dann goß er sich hinein in den gefteilten Zaun 
wie eine durchgebrochne Überschwemmung. 
Und um ihn her war dieses nicht mehr Hemmung: 
der Lärm, die Glut, Gesichter aufgehaun. 
Da war sein Auge eisenweißes Licht, 
das alles anzog wie Polypen'Arme; 
da war er, stürzend, selber das blutwarme, 
das große, niegeschriebene Gedicht, 
das ihm im Innern gor von Anbeginn, 
und, noch ein Reim, ihn grenzenlos erschreckte... 
Nun hebt es seine beinern aufgereckte 
Anklage-Hand der Welt wie einen Spiegel hin. 
Paul Zech
	        
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