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Der Heerwurm
A/ie Ultimata waren gestellt. Trotzdem erfolgten ernstlich ge
meinte Bemühungen, im letzten Augenblick den Frieden zu erhalten.
Unzweifelhaft: Hinter den Ereignissen standen Menschen (einige
wenige nur), die zum Teil gutwillig, zum Teil böswillig waren, die
dennoch aber eine Verantwortung für die vor ihrem Ausbruch
stehenden ungeheuren Ereignisse einander zuschoben.
Aber da war ein paar Monate vor alldem der Heerwurm
erschienen. Aus einem deutschen Gebirgswald war er, nachdem man
ihn feit vielen Sahrzehnten nicht mehr gesehen hatte, eines Tages
hervorgebrochen, ein acht Meter langer, händebreiter und daumen
dicker Fug langsam aneinanderhin- und Übereinanderweg kriechen
der, glasig glänzender Larven eines Infektes, daß die Entomologen
sciara militaris nennen, und das gemeinhin die Bezeichnung Trauer-
mücke führt.
Unter dem Moder vorjährigen, faulen Laubes hervor war das
seltsame Gebilde aus die durch den Wald führende Landstraße her
vorgekrochen und hatte sich langsam aus dieser weiterbewegt. Man
hatte es gesehen, und nun war kein Zweifel mehr: ein großer,
schrecklicher Krieg stand vor seinem Ausbruch.
So — glaubt das Volk.
Sohannes Schlaf