Full text: 1914-1916 (1914-1916)

du Hafis getaa, o Herr, wir find daran nicht schuld. 
Do gabst nns diesen tollen Augenblick 
Und ließest nns mit ihm allein zurück 
Und schautest zu mit schrecklicher Geduld. 
Wir standen aus wie trunken» zu vernichten, 
Wir hoben uns entgegen der Gefahr 
Und suhlten nicht, daß es die Menschheit war, 
Die wir in ihrer schwersten Aot besiegten . . 
Sie liegen arg gehaust vor den Verhauen, 
Die Sonne kocht seit manchen Lagen sie. 
Und in ihr ritterud Herr, ihr starkes Knie 
Treibt die Verwesung unerbittlich ihre Klauen. 
0 grauenhafter Ekel unsrer Seelei 
Wie von des uubegrabueu Tieres Aas, 
Deß' schwarzes Blut stockt im zerwühlten Gras, 
Klemmt der Gestank den Atem in die Kehle . . 
Aur abends manchmal schickst Du eine Röte 
Vom Himmel aufs erbarmungslose Zeld: 
Daun liegt ein jeder herrlich, jeder schon ein Held 
2o seiner Heimat ewigem Gebete, 
Entschwebt verklärt, von Strahlen überzweigt, 
Ein jeder wieder Vater» Bruder, Sohn, 
Und durch die Löste singt ein milder Ton» 
Der unser eigen Haupt vor Heimweh neigt. 
Sakob Picard
	        

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