Full text: 1914-1916 (1914-1916)

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schon von Land zu Land, von Stamm zu Stamm, von Mund zu Mund flog, 
als schon die ersten, begeisterten Scharen, 
kaum daß mein Fuß bereits die Grenze überschritten, 
aus allen Tälern, von allen Bergen, 
mit jeder Stunde, mit jeder Sekunde, je weiter ich vordrang, lawinenartig wachsend, 
jubelnd mir zuströmten, 
als schon die unterjochten Vasallenkönige 
jauchzend 
mich als ihren von Gott gesandten, einzig rechtmäßigen Herrn und Befreier grüßten — 
obwohl du gewußt harrest, 
schäbig gewußt hattest, von allem Anfang an gewußt hattest, 
daß mein das Reich, 
daß mein die Rraft und mein die Herrlichkeit war: 
windbeutlerisch flunkernd, 
anmaßend ruchlos, vermessen ehrenräuberisch, 
umbalzt von deiner Brut, 
umjohlt von deinem Abhub, umbelfert von deiner Meute, 
prunktest du noch 
mit Meiner Rrone! 
Dich fassen, dich packen, dich finden, dich kriegen! 
wo, 
wo bist du, wo?? 
Hähahahah!! 
Im letzten Zelt, 
verkrochen hinter deinen Weibern! 
Die Lippen blutleer, 
die Augen sich drehend, die Rehle raffelnd, 
beide Fäuste rücklings, 
mir bebenden, brechenden, schlotternden Rnieen, 
in den zerkrampften, 
gestohlnen, 
hinterrücks schurkisch usurpierten Purpur verkrallt! 
Und 
. . . mit dir . . . mit dir . . . 
mit dir 
rang ich noch gestern ... um die „Welt" als preis? 
pfui! 
Mein Hammer 
sinkt, 
dein faules Hirn . . . bleibt unzerschmettert. 
Arno Holz
	        
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