Volltext: Brief, Zürich, den 9. Januar 1926., An die Ausstellungskommission des Kunsthauses.

A-Kü

A 30/1/26

Wüthrich

                                Zürich, den 9. Januar 1926.

An die Ausstellungskomission des Kunsthauses.

Geehrte Herren!

    Hiermit erlaube ich mir höflichst, Ihnen

3 Bilder zu unterbreiten.

Wenn Sie dieselben in der nächsten Ausstellung ein-

reihen könnten, würde ich mich glücklich schätzen.

    Ich bin geboren am 5. Sept. 1905 in Bern.

Meine Jugend verbrachte ich in Berlin, Luckenwal-

de. 1915 wirds heiss, wir siedeln nach der Schweiz u.

zwar nach Biel über. Als ich von der Schule entlassen

war, wäre ich am liebsten Maler geworden. Aber –

Vater hat kein Geld, obschon es sein Lieblingswunsch

wäre den Sohn das vollenden zu sehen, was ihm ein

Traum geblieben. – Ich kam denn zu einem Schnitz-

ler – ½ Jahr – dann zu 2 Photographen à 5

wochen und einem halben Tag. Von dort 3 Semester

Kunstgewerbeschule (Biel) dann 1 Jahr Reklamezeich-

nen auch in Biel. Darauf nach Zürich, Zeichner der

Publicitas – 1 Jahr. – Plötzlicher „Verleider“ und es fol-

gen 3 Wandermonate durch Italien. – Jetzt – hier

Rämistrasse 12. selbstständiger Graphiker und Maler.

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