"1 
59 
die Götzenbilder der zerbrochenen Völker mit sei 
ner stillen, mächtigen Woge: den russischen Pan 
tokrator, die Kriegsgötter Germaniens und den Gla 
diatorenheim Frankreichs. Vergeblich haben die 
Götter schrankenlosen Wahnes Kriegsmaschinen in 
die Finsternis eingebaut: Die Idee des einen Haup 
tes, die Idee im mächtigen Schweigen, in dem 
unauflöslichen Licht von Millionen Geistigen lebt 
fruchtbar und wirkt. 
Ewige Blutnacht Bartholomäi über Europa! Die 
Idee steht reinster Sonne in dem einen Herzen auf, 
im gemeinsamen Herzen der tödlich Gelockerten 
und Opfergekrümmten. Weihnacht des künftigen 
Europa, du beschwörst die Schande der Völker, du 
wehklagst und tötest. 
Ruhelosigkeit, geheime Furcht, fieberige Schrek- 
ken bewältigen die Mächtigen. Sie wechseln die 
nächtliche Schlafstätte, sie verlieren den ursprüng 
lichen Stolz der Überzeugung, sie fürchten gewalt 
samen Tod, sie haben die persönliche Ehre ver 
loren, sie gleichen dem gehetzten Napoleon, der den 
Giftbecher nimmt, ihn aber fortstößt und sich er 
gibt, um Ruhe zu haben. Auch sie, die jetzt Furcht 
haben, ergeben sich den Giftmischern, um Kirch 
hofsruhe zu haben, um den Qualen zu entrinnen. 
Der Gladiator Frankreichs, der Dilettant des Thro 
nes, der sich selbst als Friedensfürst bezeichnete, 
samt seinen Teutonen, Emanuele, der König der 
heiligen National-Selbstsucht — vor ihnen erscheint 
der makellose Spiegel Dadas und zeigt ihnen im 
weißen Rund das Bild des armen Zaren, der unter 
einer Salve von Narren „glücklich“ verscheidet.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.