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Jahresbericht 1932 der Zürcher Kunstgesellschaft
Kalckreuth, Fritz Mehnert, Paul Paeschke, Waldemar Rösler, F. Schmutzer, Max Slevogt,
Arthur Volkmann, Hans von Volkmann, Georg Wrba, Walter Zeising, insgesamt 54 Blätter,
Sechs Bildniszeichnungen in Silberstift nach Angehörigen der Familie Daeniker-Dobler
von A, Heimann und L. Wegner sind ein Geschenk von Herrn Th. Daeniker-Dobler. Dazu
kommen eine Anzahl Jahresgaben schweizerischer und ausländischer Vereinigungen,
Menu- und Glückwunschkarten sowie andere Gelegenheitsblätter von schweizerischen und
ausländischen Künstlern.
Als Leihgaben erhielt die Sammlung eine leuchtende «Steilküste von Dieppe» von
1882 von Claude Monet durch die Vereinigung Zürcher Kunstfreunde; durch die schwei-
zerische Eidgenossenschaft einen «Steinbruch» von Helen Dahm und durch die Gottfried
Keller-Stiftung eine «Winterstimmung am Zürichsee» von Wilhelm Ludwig Lehmann; aus
Privatbesitz ein anspruchsvolles Bildnis des Antoine Triest Erzbischof von Gent von
P. P. Rubens und auf kurze Frist «La lecon d’amour» von Antoine Watteau, ehemals in der
Sammlung des deutschen Kaisers; als Grundlage zu einer Gruppe von Werken abstrakter
Malerei stellte der Sammler Raoul La Roche in Paris fünf Bilder von Picasso zur Ver-
fügung, die in der grossen Picasso-Ausstellung figuriert hatten. Der Basler Kunstfreund
zog die im Jahr 1926 überwiesene Leihgabe französischer Bilder nach gelegentlicher
früherer Reduzierung völlig zurück.
Es liegt in der Tradition der Kunstgesellschaft, Gesuchen um Ausleihun gvon
Werken an bedeutende Ausstellungen so weit wie immer möglich zu entsprechen. Sie
liess sich denn auch durch die vorjährige Erfahrung mit dem Verlust der beiden Amietschen
Bilder beim Brand des Münchner Glaspalastes nicht beirren, die sie ja mit dem Künstler
selbst und einer Reihe anderer Sammlungen teilte, und stellte bereitwillig für die Pariser
Amiet-Ausstellung vom März 1932 neun Bilder des Künstlers, «Landschaft Oschwand»
Inv. Nr. 1873, «Blumen» Inv. Nr. 1874, «Blumen und Früchte» Inv. Nr. 1875, «Landschaft
mit Katze» Inv. Nr. 1876, «Selbstbildnis» Inv. Nr. 1213, «Frau, Mädchen abtrocknend»
Inv. Nr. 2124, «Frau mit kleinem Mädchen» Inv. Nr. 2125, «Greti in rotem Kleid» Inv.
Nr. 2127 zur Verfügung. Leider kam die schöne «Landschaft Oschwand» nach Schluss der
Ausstellung nicht zurück und wurde auf Reklamation bei der Ausstellungsleitung in Paris
auch nachher nicht erhältlich, trotzdem sie während der ganzen Dauer der Ausstellung an
bevorzugtem Platze sichtbar gewesen war. Die Ausstellungsleitung erklärte, dass das Bild
nicht aufzufinden sei, und es muss wohl als verloren gelten.
Die übrigen Ausleihungen verliefen ohne Verlust oder Gefährdung des Kunstgutes. Sie
betrafen zwei Aquarelle von J. H. Luttringhausen an das Kupferstichkabinet Basel; die
Bilder von P. B. Barth «Selbstbildnis» Inv. Nr. 1515, «Maler an der Staffelei» Inv. Nr. 1516,
«Mutter und Kind» Inv. Nr. 1517, «Reichenaulandschaft» Inv. Nr. 1518, «Meerlandschaft
mit Pferden» Inv. Nr. 1521, «Sandhügel» Inv. Nr. 1524, «Südliche Landschaft mit Schiff»
Inv. Nr.1525, «Südliche Landschaft mit Fremdenlegionären» Inv. Nr. 1527, «Frau des Künst-
lers» Inv, Nr. 1528, dazu sieben Zeichnungen Inv. Nr. 1923/41—47 an die Kunsthalle Basel;
fünf Wandbilder von A. H. Pellegrini Inv. Nr. 2115—2119 an die Kunsthalle Bern; «Mäd-
chen am Tisch» Inv. Nr. 2151 und «Selbstbildnis» Inv. Nr. 1583 von Paul Bodmer an die
Internationale Ausstellung in Venedig; das als Tobias Stimmer bezeichnete «Bildnis eines
Malers» Inv. Nr. 238 an den Kunstverein Schaffhausen; die Bildniszeichnung «Salomon
Landolt» von J. R. Füssli an die Zürcher Zentralbibliothek; eine Lithographie von Niklaus
König an die Graphische Sammlung der Eidg. Technischen Hochschule; die beiden Köpfe