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Jahresbericht 1936 der Zürcher Kunstgesellschaft
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Bundesbeitrages an den Schweizerischen Kunstverein zur Verfügung. Sie wählte die große
Bronze «Frauenakt» von Otto Charles Bänninger. Aus dem Nachlaß von Carlo Böcklin
sicherte sich das Kunsthaus die von Rudolf Koller im Winter 1846/47 gemalte Bildnisstudie
des jugendlichen Arnold Böcklin, seit längerer Zeit bekannt als Titelbild des Buches «Arnold
Böcklin, nach den Erinnerungen seiner Zürcher Freunde, von Adolf Frey» von 1903. An-
dere Erwerbungen waren eine 1747 datierte kleine Landschaft des sonst als Bildnismaler
bekannten und in der Sammlung vertretenen Johann Rudolf Dälliker 1694—1769, eine
Zeichnung «Ansicht von Baden von 1675» von Felix Meyer 1653—1713 und ein als Con-
rad Meyer angebotenes aber als Felix Lochmann bestimmtes Blatt «Abrede des ewigen
Bundes zwischen Zürich und den IV. Wald-Städten, 1351», die Vorlage zum Neujahrsblatt
der Bürgerlichen Bibliothek in Zürich für das Jahr 1733, ferner ein Studienblatt in Bleistift
und Kohle von Adolf Menzel, fünf der sonst vollständigen Sammlung des Graphischen Wer-
kes von Albert Welti im Kunsthaus bisher immer noch fehlende besondere Zustände
oder Unica, «Urwaldidylle>, «Amazone ihr Pferd tränkend», «Studienblatt mit Selbst-
bildnis», «Schipfe», «Frühling»; von Ernst Morgenthaler zwei Aquarelle «Straße in Mar-
rakech» und «Straße in Fez», und zwei Zeichnungen «Abd al Melik» und «Kamelmarkt
in Fezs.
In der Verwaltung der Sammlung nehmen die Gesuche um Ueberlassung von
Sammlungsgut an Ausstellungen einen besonders großen Platz ein. Den meisten konnte
entsprochen werden. In andere Länder wurden ausgeliehen: die sieben Loggiabilder von
C. Amiet, der fünfteilige Fries von A. H. Pelligrini, drei Entwürfe für Wandmalerei von
Karl Walser, an die Ausstellung Schweizerischer Wandmalerei in Wiesbaden, Köln und
Stuttgart, ein Bild von Daumier an die Ausstellung «Cent ans de theätre, music-hall et
cirque 1800—1900» in Paris, und die Landschaft in Oel nebst drei Aquarellen von C6€-
zanne an die dortige große C&zanne-Ausstellung, zwei Bilder von Ensor an eine Ausstel-
lung dieses Meisters in London, das holländische Triptychon aus der Schenkung August
Abegg an die Ausstellung «Nord-Niederländische Primitive» im Museum Boymans in
Rotterdam, das Gottfried Keller-Bildnis von Arnold Böcklin an die Berliner Olympiade-
Ausstellung «Große Deutsche in Bildnissen ihrer Zeit»; in schweizerische Städte: eine
Rheinlandschaft von Numa Donz€, das Selbstbildnis und das Blumenstilleben von L. Co-
rinth, das «Tapfere Schneiderlein> von Max Buri nach Basel, der «Brienzerbauer» von
Max Buri an die 19. Nationale Kunstausstellung in Bern, das Selbstbildnis der Anna Wa-
ser an das Berner Kunstmuseum und neun Arbeiten von F. Hodler «Seeufer», «Bildnis
Frl. W.», «Eidgenosse», «Krieger mit Hellebarde», «Verwundeter Krieger mit Schwert»,
«Engadinersee», «Schriftsteller Martin», zwei Gesamtentwürfe zum «Rückzug von Marig-
nano», an die Kunsthalle Bern; an eine Ausstellung «Zürich unter der Zunftverfassung»
in der Zürcher Zentralbibliothek drei Arbeiten von Heinrich Freudweiler.
Die Gesuche um Reproduktionsbewilligungen betrafen 16 Blätter aus den Malerbüchern,
den «Geizhals» von Albert Welti, das Weihnachtsbild des Münchener Meisters der Marien-
tafeln. Frau Gertrud Bock-Schmidlin erhielt die Ermächtigung zur Anfertigung einer
Kopie für Studienzwecke nach dem kleinen «Putto mit Schmetterling» von Arnold Böck-
lin. Inv. Nr. 594.
Die Sicherungsarbeiten an Kunstwerken hielten sich in engen Grenzen. Das im
letzten Bericht erwähnte Bildnis David Eßlinger von F. M. Diogg, Inv. Nr. 433, konnte nur
durch Unterlegung einer zweiten Leinwand gerettet werden, womit leider die Original-