Volltext: Jahresbericht 1938 (1938)

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Jahresbericht 1938 der Zürcher Kunstgesellschaft 
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Haushalt 
Bei einem Rückgang der Einnahmen um Fr. 2000.— und Erhöhung der Ausgaben um 
Fr. 5000.— gegenüber dem Vorjahr schließt die Betriebsrechnung mit einem 
Ausgabenüberschuß von Fr. 23 000.—, gegenüber Fr. 16 000.—, der durch entsprechende 
Beanspruchung des Betriebsfonds gedeckt wurde. Der Rückgang der Einnahmen berührt 
hauptsächlich die Mietzinsen und die Verkaufsprovisionen. Bei den Ausgaben finden sich 
als besondere Aufwendungen Fr. 10 000.— für Erneuerung von zwei Kesseln und Einbau 
einer Umlaufpumpe in der Heizung und kleinere bauliche Aenderungen und Instand- 
stellungsarbeiten; Fr. 3500.— Mehrauslagen bei den Besoldungen beruhen auf Gehalts- 
erhöhungen, Fr. 1000.— für Unterhalt der Sammlung auf Sicherungs- und Instandstellungs- 
arbeiten an Kunstwerken und Rahmen; umfangreiche Anschaffungen für die Bibliothek 
verlangten einen Mehraufwand von Fr. 1400.—; Neuaufnahmen für die Photographien- 
sammlung und Druckstöcke für die illustrierten Ausstellungskataloge beanspruchten 
Fr. 3500.— einstweilen ungedeckte Mehrauslagen. 
Erhebliche Einsparungen bei den Versicherungen in Folge weniger kostbaren Ausstel- 
lungsgutes und der Wegfall von Zinsen auf der Ausgabenseite durch Eintritt der Zinsen 
des mit der Kunsthauslotterie sanierten Betriebsfonds vermochten den Ausgabenüberschuß 
nicht auszugleichen. Die Schwächung des Betriebsfonds durch das Betriebsdefizit wurde 
etwas gemildert durch Kursgewinn beim Verkauf von Wertschriften. Für die Speisung des 
Fürsorgefonds für das Kunsthauspersonal mußte nach der vorübergehenden Ablösung durch 
die Kunsthauslotterie im Berichtsjahr wieder die Betriebsrechnung eintreten. Dem Staate 
wurden als Billettsteuer Fr. 1669.15 überwiesen. 
Der Kunsthausbesuch zeigt mit der Gesamtzahl von 63596 gegenüber dem 
Vorjahr, 62 229, eine leichte Erhöhung. Die Besuchsstatistik gliedert sich wie folgt: 
Besucher total 63596 (1937: 62229; 1936: 73872) 
Zahlende 13562 (1937: 13108; 1936: 14196) 
Nichtzahlende = 50034 (1937: 49121; 1936: 59 676) 
An Sonntagen total 44522 (1937: 42126; 1936: 45187) 
An Sonntagen zahlend 3264 (1937: 3344; 1936: 3299) 
An Sonntagen nichtzahlend 41258 (1937: 38782: 1936: 41 888) 
Auswärtige Schulen und andere Besuchergruppen mit stark ermäßigter Eintrittsgebühr 
wurden im Berichtsjahr 54 mit 1123 Besuchern gezählt (1937: 78 und 1459), stadtzürche- 
rische mit freiem Eintritt 75 mit 1180 Teilnehmern (1937: 104 und 1616). Die drei 
Monate mit dem stärksten Besuch sind Mai 9535 (1937: November 8738), Januar 7023 
(1937: Oktober 7465), Juli 5904 (1937: August 6626); am schwächsten besucht waren 
die drei Monate April 3591 (1937: Mai 1918). März 3858 (1937: Juni 3298), Dezember 
3917 (1937: April 3538). 
Ausstellungskataloge wurden 7201 verkauft (1937: 6929), Bildkarten 1664 
(1937: 1636). Auch der Verkauf der übrigen Veröffentlichungen der Zürcher Kunst- 
gesellschaft und des Kunsthauses hielt sich im durchschnittlichen Rahmen.
	        
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