heit zum erstenmal öffentlich sichtbar. Der Künstler nahm an der Er-
öffnung der Ausstellung persönlich teil. Sein plastisches und keramisches
Werk war bis dahin noch nicht in einer zusammenfassenden Ausstellung
zu sehen, und so barg die Ausstellung für manchen Liebhaber des Künst-
lers Überraschungen. In den plastischen und vor allem den keramischen
Arbeiten Mirös kommt das Spielelement, das allen seinen Werken eigen
ist, besonders stark zum Ausdruck, und so erhielt die Ausstellung einen
heiter festlichen Aspekt.
Eine Veranstaltung stillerer Art suchte einen Begriff zu geben vom Werk
von Maurice Denis. Maurice Denis gehörte zu jener Gruppe der «Nabis»,
zu der auch Bonnard, Vuillard und Vallotton zu zählen sind. Sein Schaffen
war in Frankreich nie vergessen, bei uns aber nicht sehr bekannt. Auch in
Frankreich hat das neu erwachende Interesse für die Kunst der Jahr-
hundertwende der Schätzung des Künstlers neuen Antrieb gegeben.
So gehörte diese Ausstellung in die Reihe jener Veranstaltungen, mit
denen wir auf die Kunst der Vergangenheit aufmerksam machen wollen.
Das Ausstellungsjahr schloß ab mit der Ausstellung Zürcher Künstler 72,
der Jahrgänge 1927 bis 1953. Diese Ausstellung, der sich weitere im
Helmhaus und im Kunstgewerbemuseum angliederten, gehört in den
Zusammenhang jener von der Präsidialabteilung der Stadt veranstalteten
jährlichen Ausstellungen der Zürcher Künstler. Nachdem 1971 die große
unjurierte Ausstellung in den Züspa-Hallen günstige Aufnahme gefun-
den hatte, wurde 1972 versucht, eine andere Formel für diese Präsen-
tation der in Zürich tätigen Künstler zu finden. Die Ausstellung im Kunst-
haus war sehr gut besucht, und es wurden darin zahlreiche Verkäufe
getätigt.
Im Zusammenhang mit den bereits erwähnten Veranstaltungen für Kin-
der fand eine im Herbst im Museumsschaufenster durchgeführte Aus-
stellung K-+K statt. Die Gruppe, welche die Kinder im Kunsthaus betreut
hatte, legte über ihre Tätigkeit Rechenschaft ab, indem sie durch Licht-