5 Zur Verbindung von Wald und Heimat insbesondere für
Meyer-Amden, vgl. den in Anm. 1 zitierten Brief.
; Reinhold Hohl, Knabenbilder - ein Thema im Werk von Meyer-
Amden, S. 5-31 in dem Anm. 4 zitierten Katalog, untersucht
solche Fragen. In diesem Zusammenhang ist auch seine Ver-
bindung mit Goethes Entwicklungsroman zu bedenken, ferner
das Motiv der Entkleidung.
’ Huber S. 63.
3 Huber a. a. O., dazu Schmidt (zitiert bei Huber S. 150). Die Ver
bindung zu <«apollinisch-dionysisch) geht auf Schlemmer
zurück, mit dem Meyer-Amden das Problem diskutierte (vgl
seinen Brief an Schlemmer April 1918, Huber S. 112f.). Der
Maler versuchte das Gegensatzpaar Nietzsches weiterzudenker
ınd näherte sich einem älteren Verständnis, das im
Apollinischen auch das Dionysische umfasst: hier erkennt er
die Griechen besser als der Philosoph, vgl. Giorgio Colli, Nach
Nietzsche, Frankfurt 1983, S. 41ff.
? Hohl S. 10: «Die Figur links im Waldschatten ist eine der palm
zweigtragenden Märtyrerinnen aus van Eycks Genter Altar.
Vgl. auch Huber S.121 und 129.
9 Nur kurz ist hier auf das zeittypische, in Kandinskys Schrift
kulminierenden Streben zum Geistigen in der Kunst, das Mever
ın den Mittelpunkt seiner Bemühungen stellte, hinzuweisen
Serade die abstrakten Tendenzen zogen hieraus ihre Überzeu-
gungskraft. Vgl. Huber S. 121.
' Das Transzendieren des Materiellen durch die Gestaltung des
Irdischen als Emanation der ins Bild gebrachten Sonne steht in
der Tradition von Claude Lorrain und Turner; ohne diese
nhaltliche Zuspitzung, aber in der Gestaltung des gleichen
Zehaltes wohl noch konsequenter ist Vermeer. Im Hinblick auf
Meyer-Amdens Vorliebe für die Niederländer des 15. Jahr-
hunderts ist auch auf das mittelalterliche dux incorporata> hin
zuweisen.
? Ein Beispiel behandelt Michael Stettler, Otto Meyer-Amden,
Novelle Winckelmann, in: Bericht der Gottfried Keller-Stiftung
1973-1976, S. 142-148: val. auch Hohl passim.
3 Hohl S. 10f.
4 Zum Stuttgarter Aufenthalt Meyers s. Huber S. 55ff.; auch das
Gärtnerbild zeigte er noch Hölzel. «Er wehrte mir noch etwas
daran zu machen, obwohl es durchaus nicht fertig» (Mever ar
Bollmann, September 1911, Huber S. 120).
5 S. den grossen, bekenntnishaften Brief Meyers an Reiff vom
10. Februar 1910 (Huber S. 102-104). Das Verhältnis zu seinem
ersten Auftraggeber scheint für Meyer von Bedeutung all-
gemeinerer Art gewesen zu sein - möglicherweise machte er
Schlechte Erfahrungen, vgl. seine Bemerkungen in anderen
Briefen, Huber S. 104f., 112, 120. Nach den Erinnerungen an
Erzählungen ihrer Eltern vermutet Frau E. Hofmann-Huber, dass
Reiff kein Verständnis für das Gemälde hatte und es an Huber
abgab (mündliche Mitteilung 1984).
5 Ernst Georg Rüegg. Ausst. Kat. Helmhaus Zürich 1984, S. 9.
17 Akten der Kunstgesellschaft. Nur Herr Hürlimann steuerte
gleichviel bei.
Wir möchten es nicht unterlassen, hier auf dessen im Berichts
jahr geschenktes Frühwerk hinzuweisen (s. oben S. 10), dessen
Hauptseite ein paradiesisches Paar zeigt, während die
ästhetisch fast ansprechendere Rückseite die gleiche Amdene:
Landschaft wie Meyer-Amdens Studie im Kunsthaus festhält,
s. das Sammlungsheft 4: Max Huggler/Dagmar Hnikova, Otto
Mever-Amden im Kunsthaus Zürich, Zürich 1974.