Volltext: Jahresbericht 1990 (1990)

HI. Hieronymus mit dem Löwen, Feder auf weiss, sign., 1518 dat., Oxford. 
Walter Hugelshofer: Schweizer Zeichnungen (Bern 1969) Taf. 37; 
Leichnam Christi und trauernde Maria, auf grün, sign., 1519 dat., 
Cambridge/Mass. Hugelshofer 1969 Taf.38, unter Verwendung 
von Baldungs Holzschnitt der Beweinung (Mende Nr. 40); 
Ruhe auf der Flucht, auf violett, sign., 1520 dat., ehem. Slg. Koenigs. 
Hugelshofer 1924 Taf. VI bei S. 126, 1969 Taf. 39; 
Die Häscher brechen in den Garten Gethsemane ein, auf rotbraun, mit einem 
falschen Dürer-Monogramm, aber echt 1520 dat., Basel. Walter 
Hugelshofer: Hans Leu. The Capture of Christ (Old Master Drawings, 
X1935 S. 35 f Taf. 35), freundliche Auskunft von Christian Müller, der 
den wissenschaftlichen Katalog der Basler Zeichnungen vorbereitet. 
Ruhe auf der Flucht mit Engeln, auf braun, sign., 1521 dat., Berlin. Hugels- 
hofer 1924 Abb. S. 128; 
Hl. Bartholomäus und Landschaft, Feder auf weiss, sign., 1521 dat., Lon- 
don. Hugelshofer 1924 Abb. 5.129. 
- Orpheus und die Tiere, Tempera auf Leinwand, sign., 1519 dat., Basel. 
Hugelshofer 1924 Taf. V bei S. 124; farbig bei Georg Schmidt: Kunst- 
museum Basel. 150 Gemälde (Basel 1964) S. 30 f. 
% Erstmals im Versteigerungskatalog Christie’s Monaco, 3. IV. 1987 10t 37, 
abgebildet, aber bereits bei J. Rudolf Rahn (Geschichte der bildenden 
Künste in der Schweiz [Zürich 1876] S. 737 Anm. 1) nach Angaben von 
Dr. His-Heusler erwähnt, der das vernichtend beurteilte Bild «vor etli- 
chen Jahren bei einem Antiquitätenhändler in Brunnen» bemerkt habe, 
woher es nach erlittener sog. Restauration in das Museum Colmar 
gelangt sein soll. Daniel Burckhardt (Die Schule Martin Schongauers 
am Oberrhein [Diss. Basel 1888] S.145) akzeptiert die Zuweisung an 
Leu. Berthold Haendcke (Die schweizerische Malerei im XVI. Jahrhun- 
dert [Aarau 1893] S. 153) sah das Bild bei Herrn Fleischhauer in Colmar. 
Wie dieser erwähnt es Paul Ganz (Handzeichnungen Schweizerischer 
Meister [Basel 1904] Bd. III bei Nr. 51) lobend, jetzt in Pariser Privat- 
besitz, und findet «stark Holbein’sche Gestalten». Hugelshofer (1924 
S. 131) lehnt das Bild nach einer Photographie ab, da er die Bezeichnung 
verständlicherweise nicht für original hält; auch seine übrigen Gründe 
sind nicht stichhaltig, wie unten gezeigt wird. Danach verschwindet das 
Objekt aus der Literatur bis zum gen. Versteigerungskatalog und dem 
Katalog der Fa. Colnaghi: Gothic to Renaissance - European Painting 
1300-1600 (London 1988) S. 121-123; der etwas phantasievolle Text von 
Donald Garstang erwähnt den vermutlich benützten Artikel von 
Hugelshofer nicht. 
7 Wir denken an das von hinten auf das Gewand des Johannes fallende 
Licht. 
28 Ehem. Slg. Koenigs, s. Anm. 23. 
29 S. Anm. 22. 
30 Sowohl Christian Marty vom Schweizerischen Institut für Kunstwissen- 
schaft als auch Paul Pfister vom Kunsthaus kamen zu diesem eindeuti- 
gen Befund. - Das Gemälde wurde im 19. Jahrhundert auf Leinwand 
übertragen und neuerdings von David Chesterman in London wieder 
auf einen harten Träger aufgebracht, was nicht ohne Verlust, bes. im 
unteren und mittleren Bereich abging. Die Inkarnatpartien sind stellen- 
weise etwas zu scharf gereinigt, sonst aber relativ gut erhalten, abgesehen 
von der Partie um den Mund des Johannes. 
Ein Faksimile dieses Schreibens (Staatsarchiv Zürich) bei Hugo Debrun- 
ner: Der Zürcher Maler Hans Leu im Spiegel von Bild und Schrift 
(Zürcher Kunstgesellschaft. Neujahrsblatt 1941), ein Versuch, die gestalt- 
symbolisch psychologische Interpretation der Handschrift auf Kunst- 
werke zu übertragen. - Eine historisch klare Interpretation dieser Vor- 
25 
1 
kommnisse fehlt; unsere Darstellung bedarf der Überprüfung. 
32 — Szenen aus der Passion Christi, Tempera auf Holz, dat. 1522, Basel. Hugels- 
hofer 1924 Abb. 5. 134-137. 
33 Über den Zürcher Bildersturm und sein Umfeld unterrichtet der 
Sammelband: Bilderstreit. Kulturwandel in Zwinglis Reformation 
(Ed. Hans-Dietrich Altendorf/Peter Jezler. Zürich 1984; S.11-40, 
83-102, 109-116 identisch in: Unsere Kunstdenkmäler. Mitteilungs- 
blatt... 1984 S. 267-318). Nachweise zu unseren Angaben finden sich 
unter den entsprechenden Daten in der Zeittafel S. 149-159 
4 $. den in Anm. 22 genannten Katalog. 
5 — Loth und seine Töchter, Scheibenriss, sign., 1526 dat., Schweizerisches 
Landesmuseum Zürich. Hugelshofer 1924 Abb. S. 140. 
36 — Der Tod und das Mädchen, auf violett, sign., 1925 dat., Wien. Hugelshofer 
1924 Abb. S.139. 
37 Alles nach Ganz 1901, 5.172 £. 
‘8 Bilderstreit (wie Anm. 33) S. 154, 156, dazu Gerold Edlibachs Aufzeich: 
nungen S. 54 f mit Anm. 152
	        
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