Volltext: Jahresbericht 1996 (1996)

Betrag von Fr. 4 Millionen eingeschlossen, den der 
Kantonsrat — zahlbar in fünf Raten bis 2001 aus den 
Mitteln des Fonds für gemeinnützige Zwecke - auf 
Antrag des Regierungsrates bewilligt hat. Es bleibt 
somit die Aufgabe in den kommenden Monaten, die 
zur Zeit noch fehlenden Mittel vollumfänglich sicher- 
zustellen. 
Wie bereits vor einem Jahr an dieser Stelle angekün- 
digt, ist es unser Ziel, in naher Zukunft neben unserem 
Hauptsponsor, der Credit Suisse, weitere regelmässige 
Sponsoren zu gewinnen, um für unsere laufende 
Finanzplanung auf möglichst stabilen und zuverlässi- 
gen Daten basieren zu können. Es ist mir eine grosse 
Genugtuung, hier erwähnen zu können, dass ein Ver- 
trag mit der Zürich Versicherungsgesellschaft für eine 
zubstantielle Unterstützung während der nächsten 
Jahre unmittelbar vor der Unterzeichnung steht. Im 
Laufe der zweiten Jahreshälfte fanden zusätzlich wei- 
tere intensive Gespräche zur Unterstützung unseres 
Jahresprogrammes 1997 statt, das auf die zusätzliche 
Hilfe von der Kuoni und Hugentobler-Stiftung sowie 
von der Schweizerischen Rückversicherungsgesell- 
schaft zählen darf. 
«Sponsoring» ist für das Funktionieren des Kunsthau- 
ses auf gewohntem Niveau zweifellos von nicht zu 
unterschätzender Bedeutung geworden. Zwar errei- 
chen die Sponsoringbeiträge bis heute noch keine 10% 
unserer Einnahmen, sie sind jedoch ein wichtiges 
Glied in unserer Zielvorstellung, rund 50% der Ge- 
samteinnahmen (Mitgliederbeiträge, Eintrittsgelder, 
Katalogverkauf, Shopeinnahmen, Vermietungen, Ein- 
nahmen aus Veranstaltungen, Sponsorenbeiträge) 
selbst zu erwirtschaften, das heisst mit anderen Wor- 
Sn 
Y 
‚en, dass rund die Hälfte der uns zur Verfügung ste- 
henden Betriebsmittel durch die Subventionen der 
Stadt Zürich gedeckt werden. Diese Relationen veran- 
(assen mich, nicht nur unseren Sponsoren, sondern 
auch den Vertretern der öffentlichen Hand herzlich 
dafür zu danken, dass die Aktivitäten im Kunsthaus 
trotz dem eingangs erwähnten schwierigen Umfeld 
auf dem anvisierten hohen Niveau fortgesetzt werden 
<Önnen. 
Die Sammlungsbestände konnten im Berichtsjahr 
dank grosszügiger privater Zuwendungen in höchst 
willkommener Weise ausgebaut werden. Besonders 
zewichtig ist der Zuwachs bei den Alten Meistern; dass 
im gleichen Jahr zwei Gemälde des in unseren Breiten- 
zraden kaum vertretenen Claude Lorrain für die 
Sammlung gewonnen werden konnten, grenzt beinahe 
an ein Wunder. Auf den Seiten 7f. werden die nicht 
ganz einfachen Wege beschrieben, auf welchen diese 
Gemälde erworben werden konnten; meine gerne 
wahrgenommene Aufgabe ist es, den Vertretern des 
Legates Annemarie und Walter Boveri sowie der 
Ruzicka-Stiftung für ihr grosses Entgegenkommen zu 
danken. Besonderer Dank gebührt Dr. Peter Alther, 
>hemaliger Vizepräsident der Kunstgesellschaft, der 
nit dem von ihm verwalteten «Holenia Trust im 
Andenken an Joseph H. Hirshhorn» den Erwerb des 
zrösseren Bildes von Claude Lorrain übernommen hat. 
[m Rahmen einer Bilder-Austauschaktion hat die 
Schweizerische Bankgesellschaft mit einer zusätzlichen 
zrosszügigen Spende sichergestellt, dass das nunmehr 
einzige symbolistische Gemälde Giovanni Segantinis 
in einem schweizerischen Museum, «La vanıtä», aus 
japanischem Privatbesitz in die Schweiz, wo es ent-
	        
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