Volltext: Jahresbericht 1998 (1998)

Gewachsen ist sie wie jedes Jahr, und sie möchte das 
auch weiterhin tun. Neuer Magazinraum konnte jedoch 
1998 trotz vorhandenem Budget für Regalanlagen noch 
immer nicht geschaffen werden, weil der notwendige 
Umzug der angrenzenden Sammlungsbestände im 
Magazin aufgrund des allgemeinen Platzmangels im 
Museum geklärt werden musste. Die Luft hätte nach der 
Installation einer neuen Steuerung für die Klimaanlage 
zwar 1998 besser werden sollen; dieses Ziel wurde jedoch 
nicht erreicht. Nach wie vor ist die Bibliothek ein luft- 
dicht geschlossener Raum, aus dem die Abluft nicht ent- 
weichen kann; immer noch sinkt in der sommerlichen 
Hitze durch die Kühlung des Neubaus die Temperatur in 
der Bibliothek bis auf 17 °C. Die Luftfeuchtigkeit von bis 
zu 90% im Sommer wurde durch den Einsatz kurzfristig 
gemieteter Geräte für die Bauaustrocknung gemindert, 
die für höllischen Lärm sorgten. Der Mangel an Arbeits- 
plätzen und Büroraum erschwert den Mitarbeiterinnen 
und Mitarbeitern ein konzentriertes Arbeiten. 
EDV 
Mit der Eröffnung der Website des Kunsthauses Zürich 
(http://www.kunsthaus.ch) konnte auch der Bibliotheks- 
katalog in einer WWW-Version im Internet öffentlich 
zugänglich gemacht werden (http://opac.kunsthaus.ch). 
Vollständig verzeichnet sind bisher alle Publikationen, 
die seit dem Einsatz unseres Bibliotheksystems Anfang 
Mai 1997 neu erworben worden sind. Ausserdem sind 
alle Dokumente aus der DADA-Sammlung recherchier- 
bar, die 1998 neu katalogisiert worden ist. Im WWW- 
OPAC kann man nicht nur von daheim aus suchen, ein- 
geschriebene Bibliothekbenutzer und -benutzerinnen 
können ausgeliehene Titel auch für sich vormerken; die 
Abfrage des eigenen Ausleihkontos ist ebenfalls mög- 
lich. Ferner bieten die Internetseiten des Kunsthauses 
ausführliche allgemeine Informationen über die Biblio- 
thek (Sammlungsgebiete, Statistiken, Benutzungsord- 
nung usw.); sehr praktisch ist die umfangreiche Samm- 
lung an Links zu weiteren Angeboten im Internet, die für 
kunsthistorisch Interessierte relevant sind. 
1998 brachte die Umstellung auf das elektronische 
Bibliotheksystem nochmals erheblichen administrativen 
Aufwand mit sich. Zur Ausleihe bestellte Publikationen 
mussten erfasst und mit einem Barcode versehen 
werden. Zur Umstellung der Zeitschriftenverwaltung 
sind die Titel mit laufendem Abonnement neu katalogi- 
siert und mit Bestellung und Abonnementsplan einge- 
geben worden. Andererseits hat die Aufnahme der auto- 
matisierten Mahnverwaltung zur Entlastung von 
Routinetätigkeiten geführt. 
Einsatzprogramm für Arbeitslose 
1998 hat die Bibliothek des Kunsthauses im Rahmen der 
Einsatzprogramme der Dienststelle Ergänzender Arbeits- 
markt erstmals eine befristete Stelle für Arbeitslose ange- 
boten. Zunächst ist eine arbeitslose Kollegin für zusätz- 
liche technische und administrative Tätigkeiten für ein 
halbes Jahr beschäftigt worden. Nach Ablauf dieses 
Einsatzes hat sich für sie durch einen Vertrag mit der 
Stiftung Chance die Möglichkeit ergeben, nochmals ein 
halbes Jahr in der Bibliothek zu arbeiten. Eine zweite, 
bei der Dienststelle Ergänzender Arbeitsmarkt ange- 
meldete Stelle, die für Kunsthistorikerinnen und Kunst- 
historiker mit dokumentarischen Kenntnissen ausge- 
schrieben war, ist im Laufe des Jahres ebenfalls sehr 
erfolgreich besetzt worden. Regina Vogel hat die ge- 
samte Sammlung von DADA-Dokumenten im EDV- 
Katalog der Bibliothek nach Autopsie neu aufgenom- 
men. Der international bekannte und häufig ausgestellte 
Bestand wird dadurch nicht nur leichter zugänglich; 
auch die Verwaltung der Leihgesuche kann durch die 
Integration ın das Bibliothekssystem wesentlich ver- 
bessert werden. Obwohl die Sammlung teilweise mehr- 
fach publiziert worden ist, hat sich bei der Revision 
gezeigt, dass einzelne Dokumente unvollständig katalo- 
gisiert waren und dass zwischen den verschiedenen 
Beschreibungen Widersprüche bestanden. Schliesslich 
wurde die Konservierung und Archivierung der Samm- 
lung im Rahmen des Projekts kontrolliert und teilweise 
angepasst. Durch die Bereitschaft der Dienststelle Er- 
gänzender Arbeitsmarkt, das Einsatzprogramm um drei 
Monate zu verlängern, war es möglich, das Projekt ab- 
zuschliessen. Aufgrund dieser positiven Erfahrungen 
sollten auch in Zukunft, sofern geeignete Personen inter-
	        
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