Vorstand wiederholt die hängigen Projekte in der Villa
Tobler und in der Kunsthausliegenschaft beschäftigt. Im
3. Quartal konnte mit der Restaurierung der Villa Tobler
begonnen werden. Erfreulicherweise lässt sich heute,
d.h. zu Beginn des Jahres 1999, feststellen, dass die
Bauarbeiten programmgemäss fortschreiten, dass aller
Voraussicht nach das Gebäude wie geplant im Frühjahr
2000 bezugsbereit sein wird und dass sich auch keine
Überschreitung des Kostenrahmens abzeichnet. Die
rund 9 Mio. Franken, die gemäss Kostenvoranschlag von
1996 aufzuwenden sind, werden somit, wie es sich heute
präsentiert, eingehalten werden können. Unsere
Bemühungen, bei privaten Freunden und Geldgebern
Beiträge zu erfragen, sind auch 1998 von Erfolg gekrönt
gewesen; bis Ende des Jahres sind uns rund 8 Mio.
Franken überwiesen oder versprochen worden. Es ist
nicht auszuschliessen, dass wir den noch verbleibenden
Fehlbetrag durch eine zweite Sammelaktion innerhalb
der Kunstgesellschaft aufzubringen versuchen werden.
Eher mehr Sorgen bereitet uns die so dringend nötige
Sanierung der Kunsthaus-Hauptliegenschaft, für die sich
im Laufe des Jahres mit zunehmender Deutlichkeit
gezeigt hat, dass in Anbetracht des besorgniserregenden
Zustandes der Haustechnik ein Betrag in der Grössen-
ordnung von 55 Mio. Franken zur Behebung der drin-
gendsten und unaufschiebbaren Mängel notwendig sein
wird. Unser Dank richtet sich deshalb in erster Linie an
den Präsidenten der Hauseigentümerin, der Stiftung
Zürcher Kunsthaus, Dr. Thomas Wagner, der mit gröss-
ter Umsicht und Effizienz dieses für die Entwicklung des
Kunsthauses so wichtige Geschäft der kommenden Jahre
vorantreibt. Es ist zu hoffen, dass in der zweiten Jahres-
hälfte 1999 die in Anbetracht der involvierten Summen
unumgängliche Volksbefragung durchgeführt werden
kann, damit nicht die durch die Überführung der Ver-
waltung in die Villa Tobler frei werdenden Räumlich-
keiten allzu lange ungenutzt bleiben.
Am Ende eines insgesamt erfolgreichen Kunsthaus-
jahres ist es mir eine angenehme Pflicht zu danken. An
erster Stelle möchte ich dankbar hervorheben, dass
unser langjähriger Hauptsponsor, Credit Suisse Private
Banking, im Berichtsjahr beide Ausstellungen zur The-
matik des Jubiläums des Bundesstaates unterstützt hat;
dieses ausserordentliche - in Anbetracht der zukünftigen
Belastung im Ausstellungssektor vielleicht nicht ein-
malige? - Engagement sei an dieser Stelle besonders her-
vorgehoben. Unser zweiter Hauptsponsor, die «Zürich»,
hat mit der Unterstützung der international sehr beach-
teten Ausstellung «Beckmann und Paris» einen für drei
Jahre abgeschlossenen Kooperationsvertrag eröffnet,
wofür ihr gleichermassen unser verbindlicher Dank aus-
gesprochen sel.
Danken möchten wir aber auch den Behörden der
Stadt Zürich, unserem Subventionsgeber; mit beson-
derer Genugtuung erwähne ich, dass Herr Stadtpräsident
Josef Estermann sich gegen Ende des Jahres entschlossen
hat, dem Vorstand der Kunstgesellschaft beizutreten.
Mein Dank richtet sich aber auch - wie jedes Jahr - an
die Mitarbeiter des Kunsthauses, die im abgelaufenen
Jahr ein gerütteltes Mass an Aufgaben zu erledigen
hatten.
ML VA
Dr. Thomas W. Bechtler