KUNSTHAUSBESUCH
Mit 254551 Besuchern hat das Berichtsjahr nur unwe-
sentlich unter dem Ergebnis des Vorjahres (260465)
abgeschlossen, hat allerdings beinahe 25000 Besucher
mehr verzeichnen können als 1997. Auch wenn diese
Zahlen im Vergleich zu den «boomenden» achtziger
Jahren nach wie vor nicht ganz zu befriedigen mögen,
darf immerhin festgehalten werden, dass ein Tagesdurch-
schnitt vom 816 Besuchern darauf hinweist, dass trotz
Unkenrufen in den Medien die Aktivitäten des Kunst-
hauses konstante Beachtung geniessen.
Die besten Frequenzen waren bei der Ausstellung
über die russische Avantgarde zu verzeichnen, was die
Kunsthausleitung bis zu einem gewissen Grad erstaunt
hat, lagen doch die ambiziösesten Erwartungshaltungen
auf der gegen Jahresende programmierten Evokation der
Weltuntergangsszenarien durch Harald Szeemann. Viel-
leicht ist es tröstlich, dass die utopischen Ideen, die zu
Beginn des Jahrhunderts in Russland entwickelt worden
sind, mehr Interesse hervorgerufen haben, als die Unter-
gangsvisionen, die durch das Prinzip Hoffnung, das im
Ausstellungstitel angesprochen worden ist, nicht ganz
aufgefangen werden konnte. Sehr erfreulich nahm sich
hingegen das Ergebnis der Ausstellung Richtkräfte für das
21. Jahrhundert mit einem Tagesdurchschnitt von an-
nähernd 400 zahlenden Besuchern aus; es hat unsere
Erwartungen erheblich übertroffen.