Volltext: Jahresbericht 1999 (1999)

KUNSTHAUSBESUCH 
Mit 254551 Besuchern hat das Berichtsjahr nur unwe- 
sentlich unter dem Ergebnis des Vorjahres (260465) 
abgeschlossen, hat allerdings beinahe 25000 Besucher 
mehr verzeichnen können als 1997. Auch wenn diese 
Zahlen im Vergleich zu den «boomenden» achtziger 
Jahren nach wie vor nicht ganz zu befriedigen mögen, 
darf immerhin festgehalten werden, dass ein Tagesdurch- 
schnitt vom 816 Besuchern darauf hinweist, dass trotz 
Unkenrufen in den Medien die Aktivitäten des Kunst- 
hauses konstante Beachtung geniessen. 
Die besten Frequenzen waren bei der Ausstellung 
über die russische Avantgarde zu verzeichnen, was die 
Kunsthausleitung bis zu einem gewissen Grad erstaunt 
hat, lagen doch die ambiziösesten Erwartungshaltungen 
auf der gegen Jahresende programmierten Evokation der 
Weltuntergangsszenarien durch Harald Szeemann. Viel- 
leicht ist es tröstlich, dass die utopischen Ideen, die zu 
Beginn des Jahrhunderts in Russland entwickelt worden 
sind, mehr Interesse hervorgerufen haben, als die Unter- 
gangsvisionen, die durch das Prinzip Hoffnung, das im 
Ausstellungstitel angesprochen worden ist, nicht ganz 
aufgefangen werden konnte. Sehr erfreulich nahm sich 
hingegen das Ergebnis der Ausstellung Richtkräfte für das 
21. Jahrhundert mit einem Tagesdurchschnitt von an- 
nähernd 400 zahlenden Besuchern aus; es hat unsere 
Erwartungen erheblich übertroffen.
	        
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