VORWORT DES PRÄSIDENTEN
Liebe Mitglieder der Zürcher Kunstgesellschaft
Sehr geehrte Damen und Herren
Die Regelung der Nachfolge von Dr. Felix Baumann
war das zentrale Thema, das den Vorstand der Zürcher
Kunstgesellschaft im vergangenen Jahr beschäftigte. Es
fand seinen Abschluss in der Medienkonferenz Ende
Januar 2000, an welcher die Wahl von Dr. Christoph
Becker kommuniziert werden konnte. Der Vorstand
freut sich, dass es gelungen ist, Herrn Christoph Becker
für die Arbeit im Kunsthaus zu gewinnen, ist er doch ein
ausgewiesener Kunsthistoriker mit breiter Ausstellungs-
und zugleich Managementerfahrung, verbunden mit
grossen kommunikativen und integrativen Fähigkeiten.
Wir freuen uns auch über das positive Echo. das seine
Ernennung ausgelöst hat.
Das zweite Thema, das uns im Berichtsjahr neben den
alltäglichen Fragen in besonderem Masse beschäftigt
hat, ist die Sanierung der Villa Tobler und der Unterhalt
der Kunsthausliegenschaft am Pfauen.
Erfreuliches kann vom Fortschreiten der Renovation
der Villa Tobler berichtet werden. Dass dank der umfang-
reichen Restaurierung die Qualität der Innenarchitektur
dieses einzigartigen Zeugen der Wohnkultur um 1900
mit fortschreitenden Arbeiten immer deutlicher sichtbar
wird, konnte nicht zuletzt am Tag der offenen Tür fest-
gestellt werden, der am Samstag, 30. Oktober, durchge-
führt worden ist. In besonderem Masse erfreulich ist
zudem, dass der gesetzte Kostenrahmen nicht über-
schritten werden dürfte; im Moment, da diese Zeilen
geschrieben werden, sind die Arbeiten jedoch noch
nicht abgeschlossen und Überraschungen sind bei einem
derart komplexen Sanierungsvorhaben bis in die letzten
Bauphasen nicht ganz auszuschliessen. Der Terminplan
kann voraussichtlich, evtl. mit kleinen Abweichungen,
eingehalten werden. Es ist deshalb vorgesehen, dass die
Verwaltung nach Eröffnung der Cezanne-Ausstellung
Anfang Mai in die neuen Räumlichkeiten einziehen
wird. Da unser Ziel, 9 Mio. Franken für die Sanierung
aufzubringen, in der zweiten Jahreshälfte noch nicht
ganz erreicht war, haben wir uns entschlossen, unsere
Mitglieder noch einmal um einen Beitrag zu bitten. Der
Aufruf hatte ein sehr schönes Resultat zur Folge: rund
Fr. 250000.- sind uns insgesamt überwiesen worden.
Noch sind wir nicht ganz am Ziel, doch sind wir zuver-
sichtlich, dass das Vorhaben auch in finanzieller Hin-
sicht ohne Probleme beendet werden kann.
Die eng mit der Dislokation der Verwaltung zusam-
menhängende Planung der Sanierung unseres Hauptge-
bäudes am Heimplatz hat im abgelaufenen Jahr grosse
Fortschritte gemacht. Einerseits in Bezug auf inhaltlich-
architektonische Fragen, andererseits aber auch in Bezug
auf die politische Meinungsfindung. Im Laufe des
Sommers wurden sowohl der Stadtrat wie auch die
Vorsitzenden der Gemeinderatsfraktionen zu Besich-
tigungen vor Ort eingeladen. Zudem wurden die
Gespräche mit den kantonalen Behörden intensiviert,
um das Finanzierungskonzept zu erarbeiten. Die gesam-
ten Aufwendungen für die Sanierung und den Umbau
des Kunsthauses sind auf Fr. 53 750000.- veranschlagt
worden. Gemeinsam mit dem Präsidenten der Stiftung
Zürcher Kunsthaus, der Eigentümerin der Liegen-
schaften, Dr. Thomas Wagner, habe ich mich bereit
erklärt, von privaten Geldgebern 5 Mio. Franken zusam-
menzubringen. Der Kanton Zürich hat für dieses Pro-
jekt 20 Mio. Franken in Aussicht gestellt (10 Mio. aus