KUNSTHAUSBESUCH
Das Kunsthaus hat ein besonders erfolgreiches Jahr
erlebt, auch was die Besucherzahlen angeht. Mit
360 000 Besuchern weist die Statistik die höchste Zahl
seit 1992, dem Jahr der schon legendären Klimt-Aus-
stellung aus. Es zeigt sich auch für das Jahr 2000, dass
Ausstellungen, die grosse Künstlernamen im Titel
führen, beim Publikum inzwischen auf grössere Reso-
nanz stossen, als scheinbar komplizierte Themen. Die
international beachtete Ausstellung Cezanne Vollendet
- Unvollendet, mit der sich Felix Baumann vom Kunst-
haus verabschiedet hat, ist zugleich ein ausgezeichne-
tes Beispiel, dass ein grosser Name durchaus mit ei-
nem komplexen Thema verknüpft und damit ein an-
spruchsvolles, letztlich den grossen Kunstmuseen vor-
behaltenes Programm erfüllt werden kann. Ähnlich
verhielt es sich mit den Ausstellungen Jawlensky in der
Schweiz 1914 - 1921 und der grossen Fotografie-Aus-
stellung der Pariser Bildagentur Magnum, die von
zwei Projekten zeitgenössischer Künstler flankiert
wurde. So weist nicht nur die Statistik, sondern auch
das Programm das vergangene Jahr als erfolgreich aus.
Die Mischung aus grossen Publikumsausstellungen,
von Fotografien (darunter die Tuggener-Retrospekti-
ve), von kleinen Präsentationen aus der Sammlung bis
hin zur zeitgenössischen Kunst — dieses Spektrum
wird die Qualität und den hohen Anspruch an unsere
Vermittlungsarbeit auch weiterhin bestimmen. ChB