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angemessen dokumentiert wird. In seinen «Lebens-
erinnerungen», der populärsten deutschen Künstler-
Autobiographie des 19. Jahrhunderts, hat sich Richter
über den Zürcher Malerdichter anerkennend geäus-
sert. (Siehe den Beitrag im Anhang).
Anlässlich der Museumsnacht vom 23. Mai prä-
sentierte der Konserv ator eine Auswahl von acht
Meisterwerken der Mexikani schen Grafik aus der
350 Blätter umf as senden, hoc hkaräti gen Sc henkung
Armin Haab (1919–1991) und brachte sie in Bezi e-
hung mit Werken von Albr echt Dür er, Francisco de
Goya und Fried a Kahlo. Den Anfang bildete die Zink-
ät zung von Josè Guadalupe Posada, des Vaters der
mexikanischen Grafik, «Calavera Don Quijote de la
Manc ha», 1889, darauf folg ten sieben Lithografien:
David Alfaro Siq ueiros, «Emilio Zap ata», 1930; Diego
Ri vera, «La Maestra», 1932; Jean Char lot, «Tortil-
lera with Ch ild», 1941; Alfredo Zalce, «Sisalschnei-
der», 1945; Rufino T amayo, «Pajaros», 1950; L, Raúl
Ang uiano, «Ná K›in Lacandona», 1951;.Elizabeth
Catlett, «Alphabeticación», 1953. BvW
Benutzung
Ausleihe im Studiensaal 5947
Ausleihe an Ausstellungen 247
davonim Hause 95
an andere Museen 152
und deutschen Gessner-Rezeption gewonnen werden.
Ein vollständiges Werkverzeichnis der Pinselzeichnun-
gen und Gouachen von Salomon Gessner in öffentli-
chem Schweizer Besitz, nebst Verzeichnissen der ihm
zugeschriebenen Zeichnungen und Gouachen in den
Museen Deutschlands, Englands und der USA konnten
im Anhang untergebracht werden. Für die reibungslo-
se Zusammenarbeit sei an dieser Stelle unserer wis-
senschaftlichen Assistentin, lic. phil. Laura Mahlstein,
herzlich gedankt.
Im Zusammenhang mit diesen Vorbereitun-
genwurdeausdemKunsthandelderersteBandvon
Gessners Schri ften in Quart «Contes moraux et Nou-
velles Idylles de D[iderot] et Gessner» von 1773 mit
den eigenhändigen Illustrationen für die Grafische
Sammlung angekauft. Die radierten ganzseitigen Bild-
tafeln sind von seltener Frische und Klarheit. Auch
das Aquarell von Adrian Ludwig Richter ( 1803– 1884)
«Mädchengruppe auf den Appenzeller Bergen» von
1873, das wir von einem renommierten Hamburger
Kunsthändler erwerben konnten, füllt eine Lücke in
unserer Sammlung. Die Vorliebe der sächsischen
Künstler für die Naturidylle lässt sich zu einem guten
Teil auf die hohe Wertschätzung Gessners, sowohl bei
den in Dresden wirkenden Schweizern Anton Graff und
AdrianZingg,wieauchbei Christian Ludwig von Hage-
dorn und dem Leipziger Adam Friedrich Oeser zurück-
führen. Es erschien uns deshalb nur folgerichtig, dass
diese künstlerisch fruchtbare Beziehung zwischen der Zürcher Aufklärung und der Dresdner Romantik auch