zellen verwendete die Künstlerin erstmals 2002 monumental
im Rahmen einer gr ossen Installa tion auf der Pia zza del Ple-
biscito in Ne apel. Die Totenköpfe schienen dort aus dem Boden
zu w achsen und verwiesen auf die unter dem Boden befindl i-
chen Katakomben. Schwebende Lichtringe a ntworteten oben
auf die Präsenz der Köpfe.
In der vorliegenden Arbeit mimen die Skulpturen die
P räsenz lä ngst verstorbe ner Krieger. Die K ünstlerin äuss ert
sich wie folgt zu der Arbeit: «Diese Installation der Krieger
besteht aus sechs Skulpturen. Die Spiegel fangen das Licht
der Totenköpfe ein und durch ihre Drehung en wandern Licht
und Schatten über den Raum. Jede Krieger-Skulptur hat ein
Säckchen mit den persönlichen Andenken umhängen. (…) Man
sieht sich s elbst in den drehenden Spi egeln und wand ert mit
d iesem Licht durch den Raum.»
«The Warriors» kann als eine mechanisierte Perfor-
mance verstanden werden, die in Form eines kommemorati-
ven Rit uals den Betrachter einb ezieht. Sie beinha ltet zus ätz-
lich einen flirrenden O berto ngesang, komponiert von Hayden
Chisholm. Er ergänzt das eindrucksvolle dunkle Ballett der
sechs Stelen um eine klingende, immaterielle Dimension von
Erlösung.
Die A rbeit erweitert auf willkommene Weise den reichen
Bestand skulpturaler und installativer Werke im Kunsthaus
und ergänzt zugleich kongenial die bedeutende Werkgruppe
deuts cher Kunst der Nachkriegs zeit, die von Hauptwerken von
Joseph Beuys, Anse lm Kie fer , Georg Baselitz und Sigmar Polke
gep rägt ist.
Philip pe Büttner